Donnerstag, 30. November 2017

Mahnmal der Schande

Da "Zentrum für politische Schönheit" hat für Björn Höcke ein Mahnmal zum Gedenken an den Holocaust und an seine Rede, wo er das Holocaustmahnmal als "Monument der Schande" bezeichnete, errichtet.
Im Garten neben seinem "Refugium" in Bornhagen.
Höcke bekommt sein eigenes Mahnmal Tagesschau.de 22.11.17

Ich bin gegen Psychoterror. Ich hielt die Ohrfeige für Kiesinger für eine fragwürdige Aktion.
Wie in der Zeit der Studentenbewegung mit dem Wort faschistisch um sich geworfen wurde, fand ich entlarvend für die, die es taten.

"Mit Nazimethoden gegen Nazis" - das hat Philipp Ruch [ein (oder der?) Sprecher des "Zentrums"] in vielen Interviews mit Journalisten gesagt. Heute will er es nicht mehr wiederholen. (ZEIT 49/2017 30.11.17)

Es scheint, er macht einen Lernprozess durch.

Und doch. In einer Zeit, wo Bürgermeister tätlich angegriffen werden, weil sie sich für die Integration von Flüchtlingen einsetzen, ist es richtig, nicht den Schleier des Vergessens über entartete Politik und Völkermord zu werfen.

Es war höchste Zeit, auf das Unrecht hinzuweisen, was seit Jahrzehnten Flüchtlingen geschieht, die nach Europa kommen wollen:

„Wer ist verantwortlich für das Blut dieser Brüder und Schwestern? Niemand! Alle sagen: Ich habe damit nichts zu tun“, donnerte Franziskus in seiner Messe auf dem Sportplatz der Insel Lampedusa. Die „Kultur des Wohlergehens“ habe die Menschen taub gemacht für die Schreie der anderen.
„Wir haben uns an das Leid der anderen gewöhnt, es geht uns nichts an, es interessiert uns nicht“, rief der Papst. Die globalisierte Welt sei in eine „globalisierte Gleichgültigkeit“ verfallen.
Und es war höchste Zeit, diese Politik zu ändern. Es ist höchste Zeit für ein Einwanderungsgesetz. 
Was das "Zentrum für politische Schönheit" unternommen hat, ist fragwürdig. Was Björn Höcke betreibt, ist gefährlich. Die Agrarexporte der EU nach Afrika, die bäuerliche Existenzen vernichten, sind unverantwortlich. Sie sind das unabhängig davon, ob Flüchtlinge nach Europa kommen; aber sie zeigen, dass die europäische Politik leider nicht auf Ursachenbekämpfung der Fluchtbewegung ausgerichtet ist.
Ich bin es leid, immer wieder darüber zu schreiben. Aber es muss darüber geredet und gestritten werden.

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