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Samstag, 8. Oktober 2016

Wahlkampf Clinton-Trump

Der US-Wahlkampf wurde am Freitag von drei Nachrichten erschüttert. Zum einen tauchte ein Video von 2005 auf, in dem zu hören ist, wie Donald Trump sexuelle Übergriffe gegen Frauen rechtfertigt, sogar damit prahlt. Die wichtigsten Parteiführer gingen sofort auf Distanz zu ihrem Kandidaten. Fast zeitgleich veröffentlichte WikiLeaks rund 50.000 E-Mails von Clintons Wahlkampfmanager John Podesta. Und: Die US-Regierung beschuldigte erstmals direkt die russische Führung für den massenhaften Diebstahl sensibler Daten und warf Moskau und WikiLeaks vor, den Ausgang der Präsidentschaftswahl beeinflussen zu wollen. (SPON 8.10.16)

 Die Differenz zwischen Clinton und Trump in einer gemeinsame Umfrage der „Los Angeles Times“ und der University of Southern California kommt beispielsweise seit Monaten nicht über den eigenen Fehlerbereich hinaus. Das heißt, der Unterschied zwischen den beiden Kandidaten könnte schlichtweg ein statistischer Zufall sein – kaum verwunderlich bei einer Stichprobe von weniger als 3000 Menschen. (FAZ.net 8.10.16)


    Warum ist die Wahl immer an einem Dienstag im November?

    Die Gründe dafür liegen in der von der Landwirtschaft geprägten Struktur des Landes, als der Termin im Jahr 1845 bestimmt wurde. Ein Wahltag im November war vorteilhaft, weil zu diesem Zeitpunkt die Ernte schon eingebracht war und die harschen Winterstürme noch nicht eingesetzt hatten, die die Wähler von einer Reise per Pferd oder Kutsche zu ihrem oft weit entfernt liegenden Wahllokal abhalten würden.

    Präsidentenwahlen sollten dem Willen der Gesetzgeber immer Jahren stattfinden, die durch vier teilbar sind. Eigentlich sollte der erste Dienstag im November festgelegt werden. Doch sollte der Zeitraum zwischen dem Treffen des Wahlmännerkollegs am ersten Mittwoch im Dezember und dem Wahltermin nicht so lang sein. Deshalb wurde der Wahltermin auf den Dienstag nach dem ersten Montag im November festgesetzt. Somit ist der zweite November der erstmögliche Termin und der achte November der letztmögliche (wie dieses Jahr). (FAZ.net 8.10.16 - Außerdem werden dort noch 9 weitere Fragen zu den Wahlen beantwortet.)

Donnerstag, 20. Juni 2013

Natürlich bin ich enttäuscht, ...

dass der, der mich mehr überzeugt hat als Hillary Clinton, die Vorzeigeemanzipierte, mit den falschen Argumenten Kampfdrohnen und Ausspähaktionen zu rechtfertigen sucht, die selbst mit den richtigen Argumenten nur für den Politiker, nicht für den Menschen zu rechtfertigen wären.
Natürlich ist er enttäuscht, dass selbst seine genaue Analyse der Gegner, mit denen er es zu tun bekommen würde, selbst sein äußerster Pragmatismus, seine Fähigkeit, Millionäre und Milliardäre, Neoliberale und Republikaner als Mitarbeiter und Helfer zu gewinnen, nicht ausgereicht haben, wenigstens die allerärgsten Menschenrechtsverletzungen zu verhindern, dass er laufend Tötungsaufträge an Drohnensteuerer geben muss, beim Kindergeburtstag, am Feierabend, im Urlaub.

Schon seine Rede von 2008 fand ich nicht mitreißend, die jetzige noch weniger.

Aber was wäre die Alternative?
Ist es nicht großartig, dass ein Schwarzer zum Präsidenten gewählt worden ist, einer, der Fehler und Schwächen zuzugeben bereit ist, einer, der wirklich für die Ziele angetreten ist, von denen er spricht?

Wenn die Menschheit an der Aufgabe scheitert, den menschengemachten Anteil an der globalen Erwärmung in Grenzen zu halten, dann ist es nicht Schuld eines einzelnen, auch wenn er, um das Unerwartete möglich zu machen bei vielen die Illusion geweckt hat, er könnte Wunder vollbringen.

Donnerstag, 24. April 2008

Clinton - Obama

Beide demokratischen Kandidaten sind besser als McCain und der weit besser als Bush. So sehr ich Obama in dieser Einschätzung Recht gebe, so befürchte ich doch auch, dass der härtere Kampf zwischen den beiden Demokraten die demokratischen Chancen beeinträchtigen könnte.
Damit stehe ich freilich nicht allein.

Dienstag, 22. April 2008

US-Präsidentschaftswahlkampf

Während ich vorher eher für Clinton war, weil ich bei ihrer Erfahrung sicherer war, dass sie vernünftige und erfolgreiche Politik machen würde, neige ich seit Obamas Rede über Rassenprobleme in den USA eher ihm zu.

Freitag, 8. Februar 2008

Präsidentschaftswahl

Jetzt sind mit McCain, Obama und Clinton nur noch Präsidentschaftskandidaten im Rennen, derer sich die USA nicht zu schämen brauchen. Nach den Bush-Jahren ein großer Gewinn.
Aber auch bei guten Politikern weicht die Politik der USA von dem, was ich mir als Europäer wünsche (einen multilateralen Ansatz, der die UNO als wesentliches Forum der Politikklärung einsetzt), erheblich ab.
Ich würde Clinton wählen, wegen der Sicherheit. Denn John F. Kennedy, das Vorbild, mit dem Obama verglichen wird, hat sich außenpolitisch erst nach den Fehlern von Schweinebucht und Vietnam sowie dem gefährlichen Spiel in der Kubakrise von 1962 mit seiner Entspannungspolitik Meriten erworden. Hillary Clinton hat zusammen mit ihrem Mann schon aus vielen Fehlern lernen können. Da ist außenpolitisch Solides zu erwarten, auch wenn sie sich gehütet hat, den Riesenfehler des Irakkriegs je als solchen zu bezeichnen.
Ich hoffe, dass ich die Gelegenheit bekomme, Obama und Clinton vergleichen zu können. Und natürlich, dass ich nicht Recht behalte, wenn es Obama wird.