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Mittwoch, 20. Januar 2016

Streiks in Deutschland im internationalen Vergleich

"Wesentlicher Treiber von Veränderungen im Arbeitskampf sind Radikalisierungen im Arbeitgeberlager. Das Repertoire der Streikbekämpfung ist breit. Drohungen mit Aus- und Verlagerungen gehören dazu. Viele Unternehmen sind bereit, hohe Arbeitskampfkosten in Kauf zu nehmen. 
Im Vergleich zu Frankreich fällt besonders der häufig offensiv betriebene Streikbruch mittels Leiharbeit auf, der jenseits des Rheins so nicht zulässig wäre. 

Streiken bleibt hierzulande eine Ausnahmesituation. Die umfangreiche Berichterstattung über Streiks trägt in gewisser Weise auch zu ihrer Popularisierung bei. Vielen Menschen ist unbehaglich angesichts einer sich verstärkenden sozialen Spaltung. Hieraus speist sich die breite Unterstützung für den Mindestlohn, aber auch ein häufig relativ großes Verständnis für Streikende. Dies erfuhren Sicherheitsleute an Flughäfen ebenso wie Lokführer und Erzieherinnen. Viele Außenstehende sehen, dass es auch um sie geht. Das Pflegepersonal an der Charité in Berlin, das in Europas größtem Klinikum für eine bessere Personalbemessung kämpft, brachte es auf den Punkt: "Mehr von uns ist besser für Alle"." (Heiner Dribbusch Streikrepublik Deutschland? Mitnichten! Bundeszentrale für polit. Bildung am 12.01.2016)

Lokführerstreik 2014 und 2007 im Vergleich 

Montag, 13. Mai 2013

Wie man aus Leiharbeit eine Sache macht

Bei Leiharbeit überlässt die Zeitarbeitsfirma den Arbeitnehmer der bestellenden Firma. Über einen Werkvertrag aber wird juristisch aus dem Menschen eine Sache, denn: 
"Beim Werkvertrag schuldet der Werkunternehmer dem Werkbesteller die Herstellung eines Werkes, das heißt die Herbeiführung eines bestimmten Erfolges tatsächlicher Natur und der Werkbesteller als Gegenleistung dem Werkunternehmer den vereinbarten Werklohn. Beim Werkvertrag ist die Herstellung eines Werkes die vertraglich geschuldete Leistung als Tatbestandsmerkmal. Dabei ist es unerheblich, ob das Werk eine Sache oder ein unkörperliches Produkt von Arbeit (z. B. Computerprogramme) ist. " Wikipedia zu Werkvertrag

Dienstag, 5. April 2011

Leiharbeiter warten AKWs

53 € pro Tag im Durchschnitt, schreibt die FR, verdienen die Leiharbeiter, die die Wartung der AKWs vornehmen.

In Frankreich sind es rund 20 000. Etwa so viel, wie an regulären Arbeitern an AKWs arbeiten.

Wie sorgfältig werden die Strahlenbelastungen geprüft? Prüft jede Firma nur die an ihrem eigenen Kraftwerk? Werden sie hin und her geschickt, damit nachher kein Verantwortlicher ausgemacht werden kann?

Wird so etwas auch bei der Ethikkommission diskutiert? Bisher sieht es nicht danach aus.