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Montag, 28. April 2025

euro|topics: Istanbul: Erdbeben nach politischen Erschütterungen

Istanbul wurde letzte Woche von einer Serie von Erdbeben erschüttert, 6.500 Gebäude wurden beschädigt. In der türkischen Metropole mit etwa 16 Millionen Einwohnern ist jederzeit mit einem deutlich heftigeren Beben zu rechnen. Doch derweil sitzen der Istanbul Oberbürgermeister Ekrem İmamoğlu und viele Verantwortliche in Schlüsselpositionen im Gefängnis. Die Landespresse diskutiert die Lage.

Cumhuriyet (TR)

Verhaftungen statt Krisenmanagement

Während die Stadt sich in Kooperation mit dem Staat auf ein schweres Beben vorbereiten müsste, lässt die Regierung alle bei der Stadtverwaltung Zuständigen festnehmen, schimpft Cumhuriyet:

„Obwohl wir heute bei der Bekämpfung möglicher Erdbebenrisiken mehr denn je eine gemeinsame Strategie, Solidarität und gemeinsame Aktionen brauchen, halten der Präsident und die Minister ein Meeting zum Thema Erdbeben in Istanbul ab, aber der gewählte stellvertretende Bürgermeister von Istanbul wird nicht einmal zu dem Treffen eingeladen. Wichtige Stadtplaner, die in der Istanbuler Stadtverwaltung arbeiten, sitzen im Gefängnis. Damit nicht genug, wurden gestern in einer zweiten Operationswelle sogar die Ehegatten der Inhaftierten festgenommen.“

Irfan Hüseyin Yıldız
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Akşam (TR)

Bereicherung auf Kosten der städtischen Sicherheit?

Die Inhaftierten hatten anderes zu tun als Istanbul auf Erdbeben vorzubereiten, kontert die regierungsnahe Zeitung Akşam:

„Was haben diejenigen, die im Gefängnis sitzen, in Wirklichkeit getan? Widerstand gegen die Stadterneuerung gezeigt. ... Städtische Budgets für Werbung ausgegeben, anstelle für den Stadtumbau. Das bedeutet was? Sie haben sich stattdessen selbst bereichert. ... Wer das nicht glaubt, sollte sich folgende Frage stellen: Wie viele einsturzgefährdete Gebäude haben diese Leute bisher mit ihren Milliarden von Lira abgerissen und wie viele stabile Gebäude haben sie bisher gebaut – und falls sie das nicht getan haben, wofür haben sie dieses Geld dann ausgegeben?“

Serkan Fıçıcı
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T24 (TR)

Katastrophenhilfe von unten aufbauen

Angesichts des Ausfalls des Istanbuler Mobilfunknetzes durch das Beben fordert Kolumnistin Füsun Sarp Nebil in T24, Vernetzung durch bürgerliche Selbsthilfe zu schaffen:

„Wenn die AKP-Regierung keinen Wert auf unseren Zugang zu Kommunikationsmöglichkeiten bei Erdbeben legt, sollten wir als Volk dies selbst tun. Funksysteme sind ein wichtiges Kommunikationselement nicht nur bei Erdbeben, sondern auch bei allen Arten von Katastrophen und in Kriegszeiten. Wir sollten uns für die Verbreitung dieser Instrumente einsetzen. Und wir müssen eine Katastrophenkultur schaffen. Freiwillige Helfer aus der Nachbarschaft sind sehr wichtig. ... Es sollten sich viel mehr Menschen diesen Gruppen anschließen. Sie erklären nützliche Dinge wie zum Beispiel Notfallmaßnahmen.“

Füsun Sarp Nebil
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Dienstag, 22. März 2011

Einige Links zu natur- und menschengemachten Katastrophen in Japan, Atomkraftwerken u.a.

Brüderle: Moratorium ist nur Wahlkampftaktik
Aus dem Protokoll:
Herr Dr. Keitel machte darauf aufmerksam, dass derzeit eine Meldung über die Ticker laufe, wonach die Bundesregierung am Nachmittag ein Moratorium der Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke bekannt geben wolle. Der Minister bestätigte dies und wies erläuternd darauf hin, dass angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen Druck auf der Politik laste und die Entscheidungen daher nicht immer rational seien. Er sei ein Befürworter der Kernenergie in Deutschland und für ihn sei klar, dass die energieintensive Industrie in der Wertschöpfungskette gebraucht werde. Es könne daher keinen Weg geben, der sie in ihrer Existenz gefährde. (Spiegel online)
In der weiteren Aussprache, an der sich die Herren Dr. Enders und Dr. Keitel beteiligten, bezweifelte der Minister, ob das Bekenntnis der Politik zur Kernenergie flächendeckend sei."

Merkel spielt auf Zeitgewinn und setzt Kommissionen ein.
Das Rezept, das bei Stuttgart 21 gewirkt hat, soll wieder helfen.

Erdbeben in Japan u.a.
          Minamisoma
          Strahlenbelastung von Arbeitern in Fukushima
          Leck in Reaktor 2 (kontaminiertes Wasser fließt direkt ins Meer, 2.4.2011)

Unruhen in Libyen und Reaktionen darauf
         Nato zerstreitet sich über Libyenaktionen
allgemein:
Unruhen in der arabischen Welt

Atomausstieg u.ä.:
Atomausstieg
Energiewirtschaft
speziell: Erneuerbare Energien
        Finanzspritze für offshore Windkraftanlagen

Links zu

Atomkraft, Atomkraftwerke, Atomlaufzeiten, Atommüllendlager, Atommülllager Asse,
Atomwaffen, Atomwaffensicherheit in den USA, Atomwaffensicherheit in Russland, Atomkonflikt mit Nordkorea


Übersicht über Themenseiten von Spiegel online

Samstag, 15. Januar 2011

und dennoch

Die Tänzerin Fabienne Jean tanzt wieder, obwohl sie beim Erdbeben von Haiti am 12.1. 2010 ein Bein verloren hat. Das berichtet die Frankfurter Rundschau vom 15.1.2011.

Ihre Rehabilitation finanzierte Nebco, eine US-Nichtregierungsorganisation.

Man darf hoffen, dass ihre Erfahrung auch anderen Erdbebenopfern Mut machen kann.

Donnerstag, 15. Mai 2008

Erdbeben in China

Die vermuteten Opferzahlen des Erdbebens in China vom 12.5. gehen rasant in die Höhe und nähern sich der Größenordnung der Opfer des Wirbelsturmes in Birma. Doch die Hilfe ist offenbar gut koordiniert.
Im Westen nimmt man befriedigt war, dass auch westliche Beobachter zugelassen werden.
Die UNO geruft einen Krisengipfel zur Naturkatastrophe in Birma ein. Das Militärregime lässt weiter über sein Verfassungsreferendum abstimmen.