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Freitag, 8. September 2023

Aufruf zum Klimastreik am 15. 9.2023

 Seit fünf Jahren wird zu Klimastreiks durch Fridays for Future aufgerufen. Dadurch wurde vielen Menschen neu bewusst, wie groß und wie dringlich die Herausforderungen sind.

Die bisher ergriffenen Maßnahmen reichen noch lange nicht aus. Der Expertenrat für Klimafragen hat das von der Bundesregierung vorgelegte Klimaschutzprogramm erneut als unzureichend kritisiert. Wir befinden uns bereits mitten in der Klimakrise, wie uns die Hitzerekorde, Waldbrände und Überschwemmungen in diesem Sommer wieder deutlich vor Augen geführt haben. Es ist wichtig, dass Proteste weitergehen, damit die Politik schnell und effektiv nachsteuert.

Auch in unseren Kirchen besteht noch auf allen Ebenen Handlungsbedarf, denn wir tragen Verantwortung für die von uns verursachten Treibhausgasemissionen. Daher ist es nötig, dass wir engagiert daran arbeiten, wie wir klimaneutral werden können. Es gibt bereits viele positive Projekte, Initiativen und Programme, die auf eine klimagerechte Zukunft hinwirken. Davon brauchen wir noch mehr.  

Heute bitten wir Sie: Lassen Sie uns zur Bewahrung der Schöpfung Gesicht zeigen und im Rahmen des Klimastreiks unser Engagement zur Erhaltung unserer Lebensgrundlagen deutlich sichtbar machen. Wir rufen dazu auf, dass sich möglichst viele Menschen in unseren Kirchen mit den Zielen des globalen Klimastreiks am 15. September solidarisieren – etwa durch Klimaandachten, Glockenläuten, Aufhängen von Bannern an Kirchtürmen oder wenn möglich, die Teilnahme am Klimastreik vor Ort. (ekhn.de)

Dazu die aktuelle Nachricht über die Subventionierung fossiler Energie:

"Die Energiepreiskrise von 2022 katapultierte die öffentliche finanzielle Unterstützung für fossile Brennstoffe auf ein neues Niveau. Die Regierungen der G20-Staaten waren schnell zur Stelle, um die Auswirkungen des Höchststandes der Preise für fossile Brennstoffe abzufedern und die Energieversorgung zu stärken. Sie stellten die unglaubliche Summe von 1,4 Billionen US-Dollar in Form von Subventionen (1 Billion US-Dollar), Investitionen staatlicher Unternehmen (322 Milliarden US-Dollar) und Krediten öffentlicher Finanzinstitute (50 Billionen US-Dollar) bereit. Ein großer Teil davon kam den Verbrauchern zugute, aber etwa ein Drittel (440 Mrd. US-Dollar) wurde für Investitionen in die Produktion neuer fossiler Brennstoffe verwendet." (IISD.org)



Freitag, 19. März 2021

Virtueller Klimastreik


Hier kannst Du Dich anmelden: https://fffutu.re/Online-streik-19-03

"Die Corona-Themen bestimmen derzeit die Politik und unseren Alltag. Trotzdem ist Klima auch nach einem Jahr Pandemie gesellschaftlich eine zentrale Herausforderung. Das hat man gerade bei den Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gesehen. In den Nachwahl-Umfragen war Klima ganz vorne bei den wichtigen Themen dabei."

 

Montag, 23. September 2019

euro|topics: Migration: Bringt der Malta-Gipfel Fortschritte? - In 160 Ländern am Klimastreik


Die Innenminister von Frankreich, Deutschland, Italien und Malta sowie Vertreter der finnischen EU-Ratspräsidentschaft und der EU-Kommission beraten am heutigen Montag auf Malta über einen Mechanismus zur Verteilung von Migranten, die auf dem Mittelmeer gerettet wurden. Kommentatoren sehen den Lösungsansatz skeptisch und erklären, was einem Durchbruch in der europäischen Migrationspolitik noch im Wege steht.


TAGES-ANZEIGER (CH)

Minimallösung ist besser als nichts

Was nun auf Malta wohl beschlossen wird, ist eine Minimalvariante, kommentiert der Tages-Anzeiger:
„Nicht der grosse Wurf, aber besser als nichts. Die 'kleine Verteilung' formalisiert und beschleunigt, was bisher schon geschah, aber unter Ächzen, Stöhnen und Herumeiern. Sie erspart Rettern und Geretteten die schreckliche Zeit des Wartens und der Ungewissheit. Das ändert nichts daran, dass die EU Machthabern und Milizenführern im gescheiterten Staat Libyen faktisch die Kontrolle über die zentrale Mittelmeerroute übertragen hat. Und es die europäische Werte­gemeinschaft in Kauf nimmt, dass Migranten in libyschen Lagern fest­sitzen, die das deutsche Aussenministerium mit KZ verglichen hat.“
Sandro Benini
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THE DAILY TELEGRAPH (GB)

Nur ein Tropfen auf den heißen Stein

Die anvisierte Lösung greift viel zu kurz, kritisiert The Daily Telegraph:
„Die EU wird das Abkommen zweifelsohne als Erfolg europäischer Zusammenarbeit feiern. Doch wenn die Übereinkunft durch eines besticht, dann ist es Mangel an Ehrgeiz. Derzeit geht es um die Umverteilung von 10.000 Flüchtlingen - ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn man das mit der Menge an Menschen vergleicht, die weiterhin an Italiens Küsten eintreffen. Darüber hinaus basiert das Abkommen auf dem Prinzip der Freiwilligkeit. Damit rückt man von früheren, umstrittenen Plänen ab, allen EU-Staaten Flüchtlingsquoten aufzuzwingen. ... Die EU macht sich zwar weiter für ihre Ideologie der offenen Grenzen stark, doch sie muss der Tatsache ins Auge sehen, dass offene Grenzen zwischen ihren Mitgliedstaaten politisch nicht machbar sind.“
Joanna Rossiter
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LA REPUBBLICA (IT)

Umgang mit Wirtschaftsmigranten noch ungeklärt

Das Hauptproblem bleibt die Unterscheidung zwischen Kriegsflüchtlingen und Wirtschaftsmigranten, wirft La Repubblica ein:
„Der Schlüsselbegriff lautet 'Asylbewerber'. Italien und Malta wollen die Gewissheit, dass damit alle gemeint sind, die Asyl beantragen, auch Wirtschaftsmigranten. Um den neu entdeckten Europäismus Italiens zu begrüßen, könnten die Partner bereit sein, diese Interpretation zu akzeptieren. Macron selbst - zunächst skeptisch - soll Premier Conte diesbezüglich Garantien gegeben haben. Doch besteht das Risiko, dass die Partner im entscheidenden Moment doch nur diejenigen aufzunehmen gewillt sind, die eine große Chance auf Asyl haben (z.B. Syrer und Eritreer). ... Wenn dies der Fall wäre, würden die umzuverteilenden Migranten von 90 Prozent der Gesamtzahl auf weniger als 10 Prozent sinken.“
Alberto D'Argenio
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NRC HANDELSBLAD (NL)

Rückkehr-Regelung bleibt die Achillesferse

Was es darüber hinaus für einen Durchbruch in der europäischen Migrationspolitik braucht, glaubt NRC Handelsblad zu wissen:
„Die EU-Staaten wissen sehr genau, was sie Ländern wie Gambia im Tausch für die Rücknahme von illegal eingewanderten Migranten anbieten müssen. Haufenweise Vorschläge der Europäischen Kommission zählen das auf: legale Migrations-Kanäle wie Studienplätze und Arbeitsvisa in Europa, dazu Einrichtungen, um zurück geschickte Illegale im eigenen Land auszubilden. Deutsche und französische Politiker wissen, dass die Bürger vor allem dann die Aufnahme von Flüchtlingen akzeptieren, wenn es eine effektive Rückkehr-Politik gibt. Wenn es dieser EU-Gruppe gelingt, das zu regeln, dann werden mehr Länder mitmachen und Europa bekommt endlich die Migration in den Griff. Wenn nicht, dann weiß man in den europäischen Hauptstädten, was die Folge sein kann: Ein Comeback von Matteo Salvini.“
Caroline de Gruyter
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Migration: Bringt der Malta-Gipfel Fortschritte?
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Fridays for Future geht weltweit auf die Straße
Laut der Bewegung Fridays for Future haben sich vergangenen Freitag mehr als vier Millionen Menschen in über 160 Ländern am Klimastreik beteiligt. Sie forderten die Politik auf, die im Pariser Klimaabkommen beschlossenen Ziele einzuhalten. Greta Thunberg demonstrierte in New York mit, wo ab dem heutigen Montag der UN-Klimagipfel stattfindet. Können die Protestler etwas ändern?


DNEVNIK (BG)

Den Kindern das Zepter überreichen

Da die Erwachsenen die Kinder nicht retten können, müssen diese es selbst tun, findet Dnevnik:
„Wir im 20. Jahrhundert Geborenen haben weder ein gutes Erklärungsmodell noch starke Hypothesen, die vorhersagen, was mit einem Planeten mit neun Milliarden Menschen geschieht, die sich in Nationalitäten, Kulturen, Religionen, wirtschaftliche Prioritäten und Informationsblasen in den sozialen Medien spalten. Das Einzige, was wir haben, sind veraltete Hypothesen. … Unsere Kinder sind jedoch fähig, die Lösungen der Gegenwartsprobleme zu finden und eine Antwort auf die Frage: Was folgt? Damit sie das tun können, müssen wir aber aufhören, ihnen beruhigende Gute-Nacht-Geschichten aufzutischen. Wir müssen die Probleme beim Namen nennen, unsere eigene Unwissenheit zugeben und ihnen das Zepter überreichen.“
Apostol Djankow
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NAFTEMPORIKI (GR)

Bewegung darf sich nicht vereinnahmen lassen

Fridays for Future muss wachsam bleiben, mahnt Naftemporiki:
„Nach wie vor besteht die Gefahr, dass die vielversprechende Bewegung zu einer 'Mode' verkommt, die Politiker und Geschäftsleute ausnutzen, um zu zeigen, dass sie 'trendy' sind. Doch die Millionen junger Menschen, die die Straßen der Weltstädte überflutet haben, haben einige von uns an unsere eigene Jugend und den anhaltenden Drang nach einer besseren und gerechteren Welt erinnert.“
Moisis Litsis
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LA TRIBUNE DE GENÈVE (CH)

Panikmache nicht übertreiben

Nach der Jugend verschärfen jetzt auch Politiker wie UN-Generalsekretär Guterres und Wissenschaftler ihre Warnungen vor der Erderwärmung. Panikmache sollte wohldosiert werden, mahnt La Tribune de Genève:
„Bringt uns Panik zum Handeln? Sagen wir, es ist ein effizientes Kommunikationsinstrument. Ansonsten sorgt sie vor allem für Agitation und Chaos beim Handeln. Gefährlicher noch: Durch apokalyptische Perspektiven ausgelöste Panik kann zu einem Gefühl der Ohnmacht, zu Resignation und Tatenlosigkeit führen. Reisen, trinken und schlemmen wir weiter, so lange es noch geht, lautet die Devise der Verurteilten, wenn sämtliche Hoffnung geschwunden ist. Das ist eine der Gefahren, die aus der diesjährigen Mobilisierung für das Klima hervorgegangen ist. Wir wären gut beraten, ein wenig in Panik zu verfallen, ohne jedoch zu erstarren.“
Pierre Ruetschi
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ÕHTULEHT (EE)

Der Planet existiert auch ohne Menschen weiter

Journalist Taavi Libe sucht in Õhtuleht nach Möglichkeiten, wie die Klimakatastrophe noch aufzuhalten ist:
„Für den Planeten Erde und all seine Bewohner wäre es wesentlich gesünder gewesen, wären wir Menschen in den Höhlen geblieben. ... Unsere Zivilisationen und Kultur sind von Beginn an das Ergebnis von Egoismus und dem Leben auf Kosten der anderen. ... Vielleicht sollten wir die Rettungsoperation umformulieren? ... Wir müssen nicht handeln, um den Planeten zu retten. Der Planet Erde tritt ein in die nächste Phase, in der er ohne Menschheit weiter existiert. Das Hauptziel der Menschen in der Rettungsoperation müsste sein, egoistisch zu handeln und sich selbst zu retten. Wenn diese Botschaft laut und klar in die Massen kommt, dann besteht vielleicht Hoffnung.“
Taavi Libe