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Dienstag, 8. Oktober 2024

Wie wir Rassismus lernen

 

https://krautreporter.de/rassismus-und-identitat/5421-wer-rassistisch-denkt-ist-nicht-unbedingt-bose?

"In ihrem Buch „Biased“ erzählt die Sozialpsychologin Jennifer L. Eberhardt die Geschichte, wie sie zum ersten Mal mit ihrem fünfjährigen Sohn Everett eine Flugreise unternahm. Sie erzählt von seinen aufgerissenen Augen, wie man sich eben einen kleinen Jungen bei seinem allerersten Flug vorstellt. Dann, erzählt die Stanford-Professorin, entdeckte ihr Sohn einen Schwarzen Mann im Flugzeug.
Everett sagte: „Hey, der Typ sieht aus wie Papa.“
Die Mutter schaute sich um; der Mann, den Everett meinte, war der einzige Schwarze Passagier. Ihr Sohn musste also ihn gemeint haben. Nur sah er ihrem Mann überhaupt nicht ähnlich. Sie studierte den Mann genau; Haare, Gesicht, absolut keine Ähnlichkeit. Was für eine Ironie, dachte sie, jetzt muss eine Schwarze Forscherin ihrem Schwarzen Sohn erklären, dass nicht alle Schwarzen gleich aussehen. Aber bevor sie ihm das erklären konnte, sagte ihr Kind: „Ich hoffe, dieser Mann raubt nicht das Flugzeug aus.“ [...]"

Mittwoch, 21. Juni 2023

Nicht die künstliche Intelligenz selbst ist die Gefahr, sondern der falsche Umgang damit

 Noch ist - wie bei den fossilen Energien und der Atomkraft - nicht die Technik das Problem, sondern der Mensch. Denn Computer lassen sich abschalten. Beruhigend ist auch, dass in diesem Fall die Erfinder selbst vor den Gefahren warnen. Das war bei der Nutzung der fossilen Energien nicht der Fall, weil niemand die Entwicklung über 200 Jahre voraussehen konnte. Bei der friedlichen Nutzung der Atomkraft haben die Warnungen nach einigen Katastrophen zu einem gewissen Umdenken geführt. Beim Klimawandel, der aufgrund der Nutzung der fossilen Energien entstanden ist, hat die Menschheit dreißig Jahre, nachdem das Problem weltweit bekannt war, immer noch keinen erfolgreichen Lösungsweg beschritten. Die Frage ist: Lassen sich die Gefahren der künstlichen Intelligenz (z.B. verdeckter Rassismus) eindämmen, ohne dass die Weiterentwicklung erst einmal gestoppt werden muss?

Dazu ein paar Hinweise: Ein Computerprogramm stürzt ab, wenn es falsch programmiert ist, die KI verbessert ihre Funktionsweise selbst. Kann sie auch Fehler ihres Programms aufzeigen? Der Mensch ist oft in Versuchung, sich mehr zuzutrauen, als er zu leisten imstande ist. Kann das der KI auch passieren? Bisher deutet der ChatGPT am Schluss seiner Antworten mit allgemeinen Formeln an, dass seine Antwort nicht letztgültig ist. Kann man ihm beibringen, konkreter aufzudecken, welche Aspekte er nicht bearbeiten konnte?

Und weil es so beliebt ist, irgendwo etwas zu finden, was der Mensch besser kann als eine Maschine. KI kann sich gewiss auf absehbare Zeit nicht wie Rilke vornehmen, "das Unsagbare zu sagen".

Doch die größte Gefahr, die von KI ausgeht, ist vielleicht, dass sie uns dazu verführt, oberflächlich zu lesen. Maryanne Wolf macht darauf aufmerksam, dass digitale Texte schneller gelesen werden, weil sie auf Verwertbarkeit hin gelesen werden. Oft steht bei dem Link zum Text sogar schon die Lesezeit, die man dafür vermutlich brauchen wird, denn der Leser fragt sich ja fast immer: Lohnt es sich, den Text zu lesen, oder kann ich dieselbe Information auch schneller erhalten?

Anspruchsvolle Texte aber müssen langsam und oft mehrmals gelesen werden, bis man merkt, welche ganz persönlichen Empfindungen sie in einem wachrufen. Sie können in der Tat mehr sagen, als der Verfasser ausdrücken konnte, weil sie jedem Leser etwas anderes sagen.

Geht uns das verloren, wenn wir für jedes Informationsinteresse künstliche Intelligenz zur Hilfe nehmen können?

Dienstag, 20. Dezember 2022

Rassismus - Antisemitismus: Arbeit in einem Minenfeld

 Aus einem Interview mit Sina Arnold und Meron Mendel über ihr Buch

"[...]  Wir wollten ein Forum für einen kritischen Austausch von Antisemitismus- und Rassismuskritik bieten, und das ist so nicht aufgegangen. Unsere Ausgangsdiagnose, dass der politische Streit unmöglich ist, hat sich im Laufe des Produktionsprozesses bestätigt. Aber gleichzeitig muss man auch sagen, dass wir für das Buch seit Erscheinen sehr viel Zuspruch erhalten haben – von Personen aus dem Feld der Antisemitismus- wie der Rassismuskritik. [...]

Das Projekt wäre fast schon vor der Veröffentlichung gescheitert: Zwei Autoren, Kerem Schamberger und Ramsis Kilani, haben ihren eigentlich geplanten Text nicht im Buch abdrucken dürfen. Was war so polarisierend oder explosiv an ihrem Beitrag?

Arnold: Ihr Beitrag war für das Herzstück des Buchs geplant, den Teil der FAQs – Frequently Asked Questions. Dort werden unterschiedliche Antworten auf scheinbar naive Fragen gegeben, beispielsweise zu: Ist Kritik an Israel antisemitisch? Ist jede Verschwörungstheorie antisemitisch? Und auch: Ist der BDS antisemitisch? Wir haben zwei sehr BDS-kritische Beiträge dazu, das spiegelt auch unsere Position als Herausgeber:innen wider. Wir wollten aber auch einen Text dabei haben, der deutlich macht, warum ein Boykott für viele eine annehmbare politische Strategie ist. Wir fanden, dass man über das Thema diskutieren sollte. Der Beitrag von Schamberger und Kilani befasste sich mit der Abwesenheit palästinensischer Positionen in der deutschen Debatte. Als wir die Namen der Autoren aus produktionstechnischen Gründen relativ spät bekanntgaben, machten einige Autorinnen und Autoren klar, dass sie mit den beiden nicht in einem Sammelband sein wollten. [...]

Mendel: Die Lagerbildung ist sehr stark sozialisationsbedingt. Es gibt Kreise, in denen sich der moralische Kompass am Holocaust ausrichtet. Aus der Tradition heraus, die auch ein Stück weit die Frankfurter Schule repräsentiert und die Mahnung, dass sich der Holocaust nicht wiederholen darf, entstand eine linke Denkschule, die der Frage nachgeht, wie es verhindert werden kann, dass wieder Antisemitismus verbreitet wird. Die andere linke Denkschule ist aus der postkolonialen Tradition entstanden, die außerhalb von Deutschland viel verbreiteter ist. Für sie bestimmt das Thema Kolonialismus den moralischen Kompass und die Frage nach Antisemitismus ist sekundär. Juden werden in der Regel in dieser Denkschule als Weiße gesehen – dazu haben wir auch den Beitrag „Sind Juden weiß?“ im Buch. [...]

Aus postkolonial-rassismuskritischer Sicht gilt die Solidarität den Schwachen, Marginalisierten, Ausgeschlossenen, Entrechteten – und damit oft den Palästinenser:innen. BDS-Unterstützer:innen interpretieren mitunter auch die Staatsgründung Israels als einen Akt des europäischen Kolonialismus. Wenn Sie sagen, man muss auch andere Sichtweisen berücksichtigen: Haben Sie denn Verständnis für diese Begründungen der BDS-Unterstützung?

Mendel: Das sind lange Debatten, und all diesen Thesen kann man etwas entgegensetzen. Es spricht aus wissenschaftlicher Perspektive viel gegen die Behauptung, die jüdische Besiedlung von Israel sei ein Ausdruck des Kolonialismus, dazu gibt es einen hervorragenden Text von Stefan Vogt im Buch, der das sehr differenziert darstellt. Nichtsdestotrotz müssen wir uns mit den Fragen auseinandersetzen. Ich kann verstehen, dass es aus der Perspektive von jemandem, der in Nahost lebt, wie Kolonialismus aussehen kann. Es wurden Menschen aus dem Land verdrängt. Das sind Realitäten, die nicht zu leugnen sind. Deswegen müssen diese Perspektiven zusammengebracht werden, und zwar ohne Anspruch darauf, dass man am Ende auf ein einziges geltendes Narrativ kommt. Das wird nicht gelingen. Es würde reichen, wenn die Empathie da ist, um zu verstehen, dass es auch eine andere Sichtweise gibt. Und anzuerkennen, dass es sich um historische Narrative handelt, die vor dem aktuellen Geschehen überprüft werden müssen. Das Verharren in dem einen Narrativ ist keine Lösung. [...]" 


Interview zu dem Buch:

Leseprobe  (pdf)      



Dienstag, 16. Juni 2020

euro|topics: Was können die Anti-Rassismus-Proteste bewirken?

Die Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA und Europa reißen nicht ab – auch, weil am Wochenende in Atlanta erneut ein Schwarzer bei einem Polizeieinsatz ums Leben kam. Ein weißer Polizist schoss den 27-jährigen Rayshard Brooks nieder. Kommentatoren in Europa glauben, dass die Protestbewegung die Gesellschaft nachhaltig verändern könnte.
ILTA-SANOMAT (FI)

Der Sommer könnte heiß werden

Sich ausbreitende Unruhen im Zusammenhang mit den Antirassismus-Protesten fürchtet Ilta-Sanomat:
„Die einsetzende Wirtschaftskrise durchkreuzt die Zukunftsträume der Jugend in den USA und Europa. Ihre Sorgen sind begründet. ... Die Geschichte lehrt, dass arbeitslose junge Menschen bereit sind, ihre Meinung kundzutun. ... Die Unzufriedenheit wächst auch in Ländern, wo die Geschehnisse in den USA nicht der Auslöser sind. Russland zum Beispiel ging bei der Bewältigung der Corona-Krise äußerst willkürlich vor. ... In vielen Schwellenländern hat die Krankheit noch nicht mit voller Kraft zugeschlagen. Wenn zusätzlich zu Problemen im Gesundheitswesen Lebensmittel oder andere Dinge der Grundversorgung knapp werden, braucht es keinen weiteren Zündfunken. Dies könnte ein Sommer des Zorns werden.“
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L'HUMANITÉ (FR)

Chance zur Mobilisierung der Jugend

Endlich könnte die Gesellschaft ein Gegenmodell zur Politik Macrons entwickeln, erklärt Soziologe Éric Fassin und schreibt in L'Humanité:
„Für Antirassisten und Linke bietet sich eine historische Gelegenheit, die es zu ergreifen gilt: Die altehrwürdigen Bewegungen können nun neuen Kontakt zur Jugend und zu strukturschwachen Vierteln herstellen. Das ist umso wichtiger, als dass sich unser junger Präsident an eine alternde Wählerschaft richtet, indem er wie gewohnt auf Angst setzt. Ich habe Assa Traoré [die Schwester des 2016 bei einem Polizeieinsatz getöteten Schwarzen Adama Traoré] jüngst als 'Schwester Courage' bezeichnet. Denn Mut ist es, was diese Bewegungen letztlich auszeichnet, allen Drohungen und aller Gewalt zum Trotz. Die Jugend lässt auf eine Politik hoffen, die Wut in Hoffnung umwandelt und dem Regime der Angst, das der Staatspräsident errichtet, etwas entgegensetzt.“
Éric Fassin
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NÉPSZAVA (HU)

Radikalität lässt sich lernen

Inspiriert von den Protesten in den USA könnten auch die Unterschichten in Europa zur kollektiven Selbstverteidigung übergehen, glaubt Soziologe Pál Tamás in Népszava:
„Die Afroamerikaner in den USA sind zwar in einer besonderen Situation, aber auch die osteuropäischen Roma zwingt man unbewusst oft in ähnliche Umstände. ... Unsere Welt ist ruhiger als die in Atlanta oder in Minneapolis, aber das liegt nicht an einer klügeren Politik, sondern vielmehr am allgemeinen Gemütszustand im Karpatenbecken. Die ungarischen Eliten und die Mittelschicht haben einfach mehr Glück gehabt. ... Aber man kann im Leben vieles lernen. Warum sollte der Radikalismus nicht auch in die unteren zwei Drittel unserer Gesellschaft exportiert werden? Es scheint immer mehr so, dass in dieser Entwicklungsphase der Gesellschaft nur das helfen kann.“
Pál Tamás
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ABRILABRIL (PT)

Das Problem ist der Kapitalismus

AbrilAbril sieht die Proteste als einen Beleg für einen dringend nötigen Systemwechsel:
„Man kann Rassismus nicht wirksam bekämpfen, ohne den Kapitalismus auf organisierte Weise anzugreifen. Ebenso wenig ist es möglich, sich für den Frieden einzusetzen oder effizient gegen den Klimawandel vorzugehen, ohne gegen den zu handeln, der Krieg führt und den Planeten zerstört: den Kapitalismus. Rassismus, Polizeigewalt, Fremdenfeindlichkeit, Homophobie, kulturelle Diskriminierung, Kolonialismus, Terrorismus, Krieg und Umweltzerstörung sind Zweige desselben Baumes. Sie wohnen einem System inne, das den Weg der Globalisierung fortsetzt und in dem Nationalismen und Faschismen der immer dringenden Notwendigkeit entsprechen, das Überleben des Kapitalismus selbst abzusichern.“
José Goulão
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Mittwoch, 10. Juni 2020

euro|topics: Rassismus: Von offen bis gut versteckt

Die Tötung George Floyds hat weltweit Erschütterung ausgelöst, Hunderttausende auf die Straßen getrieben und eine Debatte über Rassismus entfacht. Dieser hat viele Gesichter, erklären Kommentatoren und ärgern sich in diesem Zusammenhang auch über heuchlerische Solidaritätsbekundungen.
24 CHASA (BG)

Mit fadenscheinigem Lächeln getarnt

Das Perfide am Rassismus in den USA ist, dass er häufig übertüncht wird, schreibt die in den USA lebende Kolumnistin Irina Asjowa in 24 Chasa:
„Wenn jemand in Bulgarien Dich nicht mag, wird er schnell einen Weg finden, es Dir zu zeigen. Bei den Amerikanern wird Abneigung im Kochtopf der guten Sitten und der Toleranz weichgegart - zwei für den Menschen an sich untypische Eigenschaften. Entsprechend kocht der Topf auch regelmäßig über. Jetzt gerade hat ein weißer Polizist einen unschuldigen Schwarzen mit dem Knie am Hals getötet und die ganze Welt spricht über Amerika und den Rassismus. Den Rest der Zeit brodelt aber ein perfider, hinterhältiger Rassismus hinter fadenscheinigem Lächeln. Dieser Rassismus ist viel gefährlicher als jeder andere, weil über ihn nicht gesprochen wird. Lediglich sein Gestank liegt in der Luft.“
Irina Asiowa
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AZONNALI (HU)

Auch Missstände zu Hause anprangern

Rassismus in den USA sollte keine Ausrede dafür sein, sich nicht mit den Problemen vor der Haustür zu beschäftigen, rät Autor Ádám Fekő in Azonnali:
„Ich will die Geschichte von George Floyd keinesfalls bagatellisieren, aber die vielen spektakulären Solidaritäts-Statements beweisen, dass die ungarische Gesellschaft den Kontakt zum eigenen Land verloren hat. ... Im Netz trauern wir um George Floyd auf eine theatralische Art und Weise, während die Tatsache, dass der ungarische Staat mit öffentlichen Geldern innerhalb von ein paar Jahren ein ganzes Land zu Muslimhassern gemacht hat, niemanden erreicht. … Ebenso wenig, dass derselbe Staat die Entschädigung, die Angehörigen der Roma-Minderheiten durch ein rechtskräftiges Gerichtsurteil zugesprochen wurde, nicht bezahlen will.“
Àdám Fekö
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EXPRESSO (PT)

Nichts ist rassistischer als der Hashtag stayhome

Angesichts der Corona-Maßnahmen empfindet Kolumnist Henrique Raposo viele der nun gehörten Solidaritätsbekundungen als heuchlerisch, wie er in Expresso schreibt:
„Der Bourgeois, weiß und privilegiert, schloss sich in seiner geräumigen Wohnung ein, während Millionen Arbeitsplätze armer Menschen (meist dunkler Hautfarbe) zerstört wurden. ... Der Hashtag stayhome war nur möglich, weil die Bourgeoisie von einer Armee armer Menschen (meist dunkler Hautfarbe) ernährt wurde. Und jetzt ist es dieser Bourgeois, der gegen den Rassismus der amerikanischen Polizei kämpft? Als ob die amerikanische Polizei die einzige Institution ist, in der es Rassisten gibt. Als ob nicht die gesamte Mittel- und Oberschicht des Westens an der größten in Klassen unterteilenden und rassistischen Erfahrung dieses Jahrhunderts teilgenommen hätten: dem stayhome.“
Henrique Raposo
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DER STANDARD (AT)

Für Medien sind Migranten niemals normal

Dass auch die Berichterstattung in den Medien Rassismus befördert und zementiert, erklärt Der Standard:
„Würden wir uns lediglich auf die Informationen und Bilder verlassen, die uns klassische Medien liefern, würden wir nur bei zwei Gelegenheiten erfahren, dass in unserer Gesellschaft auch Menschen unterschiedlicher Hautfarbe, Herkunft, Sprache oder Religion leben. Nämlich dann, wenn die Mehrheitsgesellschaft ihre Existenz als Problem wahrnimmt, Stichwort 'Integrationsprobleme'. Oder in besonders tragischen, spektakulären Fällen, wenn sie Opfer von Terroranschlägen werden. ... Es gibt derzeit keine mediale Normalität, in der Migranten, ihre Nachkommen, Einwanderer, schwarze Menschen, Muslime ein Teil der Gesellschaft sind. Sie sind immer nur Problem und Ausnahme. Das ist ein Teil des großen gesellschaftlichen Problemkomplexes, den wir unter Rassismus und Ausgrenzung zusammenfassen.“
Olivera Stajic
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KRISTELIGT DAGBLAD (DK)

Hautfarbe darf kein Argument sein

Wie schnell es passieren kann, dass man mit Kategorien der Hautfarbe denkt und argumentiert, beschreibt Kristeligt Dagblad und verweist auf die mitunter gehörte Meinung, weiße Menschen sollten sich auf den Demos gegen Rassismus besser zurückhalten:
„Weiße Hautfarbe - und natürlich schwarze - als Argument für irgendetwas zu gebrauchen, vertieft nur die Gräben und die Spaltungen. Das ist genau das Gegenteil von dem, was der Bürgerrechtler Martin Luther King in seiner berühmten Rede meinte, als er der Hoffnung Ausdruck verlieh, dass seine vier Kinder 'eines Tages in einem Land leben werden, wo sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilt werden'.“
Morten Rasmussen
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