Wir wissen, dass das Asylrecht schon in den 1990er Jahren arg beschnitten wurde. Heute geht man mit den Einschränkungen noch weit darüber hinaus.
Damals klagten viele, es seien gar nicht alles politische Flüchtlinge, viele hätten hauptsächlich Wirtschaftsflüchtlinge. Heute wird argumentiert, die Flüchtlinge sollten nicht nach Europa kommen, sondern in ihrem Lande bleiben (Man will sich die Abschiebung von bereits bei uns integrierten Flüchtlingen ersparen.) Und wenn nicht in ihrem Lande, so solle wenigstens schon in Afrika über ihr Schicksal entschieden werden. Dabei haben manche Länder wie z.B. Libanon schon einen Flüchtlingsanteil an der Bevölkerung von über 20%. Und dann wird Libanon noch immer wieder angegriffen, weil Israel die Bekämpfung der Hisbollah durch den Libanon für unzureichend hält.
Weil in diesen Ländern nicht genügend Wohnraum für Flüchtlinge geschaffen werden kann, gibt es inzwischen viele Flüchtlingslager mit über hunderttausend Flüchtlingen in Zelten. Das größte hat nahezu eine Million Einwohner.
Aus europäischer Sicht ist der Flüchtlingsansturm unzumutbar. Dabei gab es in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg Millionen Millionen von vertriebenen Flüchtlingen, Binnenflüchtlingen.
Über das Schicksal der Flüchtlinge Mitte der 1930er Jahre, als auf Zehntausenden von Quadratkilometern in der "Dust Bowl" von Oklahoma und Arkansas die fruchtbare Erdkrume vom Winde verweht wurde, hat John Steinbeck zunächst als Reporter und dann in seinem Roman Früchte des Zorns berichtet, wie die Anwohner den Flüchtlingen das Menschsein absprachen."
"Tom sagte: 'Wenn wir ne Panne haben, hilft uns sicher jemand.'
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen