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Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran hat am Sonntag die Dauer von 100 Tagen erreicht. Trotz vereinbarter Waffenruhe kommt es immer wieder zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen Washington und Teheran. Darüber hinaus bleibt auch der Libanon weiter ein Konfliktherd, in dem sich Israel und die Hisbollah heftig bekämpfen. Kommentatoren ziehen eine bittere Bilanz. |
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| Keiner will am Ende als Verlierer dastehenDieser Krieg dreht sich nur noch um Stolz und Eitelkeiten, betont Der Standard: „Die inhaltlichen Verhandlungen über ein Abkommen sind schwierig genug. ... Aber noch komplizierter ist ein psychologischer Faktor: Donald Trump und die iranischen Machthaber möchten sich beide am Ende zum Sieger erklären und keinesfalls als Verlierer dastehen. Deshalb fühlen sie sich bemüßigt, auf angebliche und echte Provokationen des anderen entschlossen zu reagieren. Wenn eine Seite schießt, muss die andere zurückschießen – und schon ist die Waffenruhe wieder in Gefahr. Jeder möchte die letzte Rakete abfeuern und damit beweisen, dass man der Stärkere ist. Militärisch haben die Angriffe der vergangenen Tage überhaupt keinen Sinn, sie dienen nur dem verletzten Stolz in Washington und Teheran.“
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| Strategische UnklarheitNaftemporiki analysiert: „Die Lage im Nahen Osten gleicht zunehmend einem Konflikt, der sich einem eindeutigen Ausgang entzieht. Auf der einen Seite ist die Diplomatie praktisch 'eingefroren'. Die Drohungen zwischen Washington und Teheran gehen fast täglich weiter, die militärischen Angriffe haben nicht aufgehört und jeder neue Vorfall wird als möglicher Auslöser für eine weitere Eskalation dargestellt. Andererseits ist der Waffenstillstand nicht vollkommen am Ende, die Kommunikationskanäle bleiben offen und beide Seiten vermeiden sorgfältig den Schritt, der zu einem totalen Krieg führen würde. ... Das Ergebnis ist eine eigenartige Situation strategischer Unklarheit. Niemand gewinnt, niemand verliert und niemand scheint bereit zu sein, das Spiel bis zum Äußersten durchzuziehen.“
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| Teheran kommt die Lage zuguteDas iranische Regime kann bestens Nutzen aus dem Krieg ziehen, meint La Vanguardia: „Der große Gewinner ist der Iran. ... Im Inland hat er die Aufstände unter dem Vorwand, den Islam gegen einen äußeren Feind zu verteidigen, niedergeschlagen. ... Mit der Blockade der Straße von Hormus hat er ein strategisches Instrument entdeckt, das ihm beispiellose Macht verleiht. ... Unter diesen Umständen ist es dem Iran nur recht, wenn sich der Konflikt in die Länge zieht. Sein Plan war es stets, die angespannte Lage in der Region aufrechtzuerhalten. Deshalb hat er Aufständische im Libanon, im Jemen, im Gazastreifen und in Syrien unterstützt oder internationalen Terrorismus finanziert. Das Ajatollah-Regime kann in aller Ruhe mit Trump verhandeln, während es sein Atomprogramm und sein Raketen- und Drohnenarsenal ausbaut.“
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