Samstag, 12. März 2022

Es kommt auf unsere Glaubwürdigkeit an

Demonstrationen für Frieden sind richtig, Sanktionen für Aggressoren auch.

Wie aber steht es um das Finanzieren von Angriffskriegen? Das ist doch wohl eher abzulehnen, oder?

Warum aber zahlt die EU Russland nach seinem Überfall auf die Ukraine täglich rund 500 Millionen Euro für Öl und Gas? Weil Handelsverträge bestehen und weil wir auf diese fossilen Energieträger angewiesen sind.

Das kann ich verstehen, und es wird kaum einen Regierungspolitiker geben, der wagt, die Importe von sich aus sofort zu stoppen. Denn zu viele Bürger hätten unter dieser Entscheidung zu leiden, und - wie man hört - könnte das Volkseinkommen um 3 Prozent zurückgehen.

Lieber verkündet der Kanzler, er wolle 100 Milliarden Euro mehr für Rüstung ausgeben (die dann für den Klimaschutz fehlen), als dass er vorschlägt, durch Einsparung von Energie einerseits den Klimaschutz voranzutreiben und andererseits Putins Kriegskasse zu schädigen, indem wir ihm weniger fossile Energieträger abkaufen.

Dabei wurden und werden eine Menge Modelle angewendet, Energie einzusparen, die einzelne Bürger einsetzen können und die Staaten schon erfolgreich eingesetzt haben: Eine Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen, autofreie Sonntage, Verbot von umweltschädlichen Motoren (vgl. Katalysator) haben bei vielen Millionen von Europäern Anklang gefunden. Die privaten Energiesparmethoden sind zahllos. Wenn sie eingesetzt würden, würde klar, dass die Europäer bereit sind, für den Frieden Opfer zu bringen.

Dann erst würden unsere Rufe nach Frieden glaubwürdig.


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