Samstag, 7. Februar 2026

Beruf und Menschenrechte

 Wie wir nicht überflüssig werden titelt die ZEIT am 5.2.26.

Einem Beamten in Pension stellt sich die Frage nicht existenziell, Berufsanfänger in Zeiten zunehmender Arbeitslosigkeit aber sehr wohl.

Dabei fehlen Menschen anstelle von Computern in großer Zahl. Automatisierte Supermarktkassen werden gemieden. Nicht, weil man dem Geschäft die Arbeit nicht abnehmen will - das sind wir inzwischen gewohnt - sondern, weil man in sehr vielen Fällen an der Arbeit scheitert. Wo ist der Code? Wie kann ich der Maschine ermöglichen, ihn lesen zu können? Zu oft hat man erlebt, das KassiererInnen die Fragen in wenigen Sekunden oder gar Sekundenbruchteilen lösen.

Und rechtfertigt die Tatsache, dass man die Arbeit, die man bewältigen soll, nicht bewältigen kann, die Behauptung, man sei "überflüssig"?

Diese Aussage widerspricht dem Kantschen Menschenrechtsgrundsatz,  dass Menschen nie als Mittel verstanden werden dürfen.

Vorläufig lasse ich die Frage so stehen und schicke ein Link zu einem Artikel, wo berichtet wird, wie Ausländer von gut bezahlten Vermittlern angelockt werden, um dann in Deutschland angekommen besser erpressbar zu sein: Schweinejob.

"Nach Schätzungen der Weltbank wurden 2006 etwa 200 Mrd. US-Dollar auf formellen und informellen Wegen in Entwicklungsländer transferiert.[17] Zuzüglich der nicht registrierten Transfers würde sich das Doppelte ergeben.[18] Damit ist das Volumen wesentlich größer als die offizielle Entwicklungshilfe und nimmt in den Heimatländern meist die zweite Stelle nach Direktinvestitionen ein.[19]"(Wikipedia)

Für die Länder, aus denen die Arbeitskräfte nach Europa kommen, sind diese Menschen also 

wichtig. Sind sie überflüssig? Sollten sie remigriert werden?

Fragen ... "Und ein Narr wartet auf Antwort." (Heine)

Oder ist im Grunde gar nichts verändert und unser Problem ist hauptsächlich der 

Fachkräftemangel?

Wen Unternehmen jetzt suchen (ZEIT 5.2.2026)


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