Mittwoch, 13. Mai 2026

Meinungsfreiheit und Hetze

 Lucy Conolly wurde zu 31 Monaten Gefängnis verurteilt wegen des folgenden Tweets: "Massenabschiebungen jetzt, setzt von mir aus die Scheißhotels mit all diesen Bastarden darin in Brand, und wenn ihr schon dabei seid, nehmt die verräterische Regierung und Politiker gleich mit. Es macht mich körperlich krank, zu wissen, was diese Familien jetzt durchmachen müssen. Wenn mich das zu einer Rassistin macht, sei's drum."

Auf den Hinweis, dass darauf zwei Hotels, in denen sich Asylbewerber befanden in Brand gesetzt wurden, verteidigt sie sich mit der Aussage: "Ja, aber ich hatte meinen Tweet ja Tage zuvor abgesetzt." 

"Tage zuvor", also kann kein Zusammenhang damit bestehen. Eine merkwürdige Logik. 

In "setzt von mir aus die Scheißhotels mit all diesen Bastarden darin in Brand" sei das "von mir aus" "ein Zeichen, dass ich das als Übertreibung meinte".

Nachdem sie vorzeitig entlassen worden ist, bringt sie zum Ausdruck, dass es unfair sei, dass ihr Bewährungshelfer sie während der Dauer der Strafzeit sie nicht ins Ausland reisen lassen wollten. Sie sei in Kontakt mit der Trump-Regierung. 

"Ich habe mit Leuten dort gesprochen. Es gibt in Amerika den Ersten Verfassungszusatz, der Meinungsfreiheit sehr klar und weit definiert. Das sorgt für eine klare Linie. Bei uns ist alles etwas unklarer, komplizierter, weshalb die Redefreiheit eher erodieren kann. Nigel Farage wollte mich im September schon einmal mitnehmen nach Washington, damit ich dort meine Geschichte erzähle."

Lucy Conolly wurde in Großbritannien verurteilt, weil sie zu Mord aufgerufen hat. Das hält sie für ungerecht, in den USA werde "Meinungsfreiheit sehr klar und weit definiert. Das sorgt für eine klare Linie."  Aufrufe, Asylbewerberheime mitsamt ihrer Bewohner in Brand zu setzen, sei ein gutes Beispiel für Meinungsfreiheit. Diese Ansicht greift auch in Deutschland um sich. 



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