Mit einem Treffen in Paris haben Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron und François Bayrou ihr Bündnis für die Wahlen im Frühjahr besiegelt. Bayrou, Vorsitzender der Zentrumspartei MoDem hatte angeboten, auf eine eigene Kandidatur zu verzichten, um Macrons Chancen zu erhöhen und einen Sieg Marine Le Pens zu verhindern. Kommentatoren zufolge könnte dieser Plan aufgehen, dabei allerdings ungünstige Auswirkungen auf Frankreichs Politik haben.
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Auch Macron wäre Bruch mit dem Establishment
Dass Macron ausreicht als Zeichen des Protests und sich die Wähler deshalb für ihn und nicht für Le Pen entscheiden, hofft das Handelsblatt:
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Politische Landschaft zersplittert immer mehr
Besorgt über das Gespann Macron-Bayrou zeigt sich L’Opinion und erklärt, dass sich das politische Spektrum Frankreichs, das mit dem erstarkenden Front National in den vergangenen 15 Jahren drei statt zwei starke Lager aufwies, weiter aufzuspalten droht:
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Wirtschaft boomt trotz aller Unsicherheit
Darauf, dass Frankreich ungeachtet des Terrors und möglicher dramatischer innenpolitischer Veränderungen einen bemerkenswerten wirtschaftlichen Aufschwung verzeichnet, weist The Irish Independent hin:
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Freitag, 24. Februar 2017
Wie stark ist das Gespann Macron-Bayrou?
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Dienstag, 21. Februar 2017
Russland und Europa
Aus der am 19. Februar gehaltenen Dresdner Rede von Matthias Platzeck,
"[...] Die europäische Idee hat in den vergangenen Jahren einiges von ihrer Anziehungskraft verloren. 65 Jahre nach dem Beginn des europäischen Einigungsprozesses ist die Euphorie verflogen; die Integrationskräfte haben spürbar nachgelassen.
Die wirtschaftlichen Probleme der südlichen Länder, die Euro-Krise haben der Union arg zugesetzt. Das europäische Einigungswerk wird immer mehr hinterfragt. Zuletzt hat die Flüchtlingskrise die tiefen Risse innerhalb der europäischen Gemeinschaft noch einmal offen zu Tage treten lassen: [...]
Gegenüber Russland positioniert sich die in zahlreichen Fragen so zerstrittene Europäische Union geschlossen und entschlossen. Die Kontroverse mit dem größten Nachbarn der Europäischen Union, insbesondere die Ukraine-Krise, sorgte in einer schwierigen Situation für einen Identitätsschub.
Dass dieser der Gemeinschaft nicht aus ihrer Sinnkrise helfen wird, zeigen die bereits erwähnten Entwicklungen, das Erstarken der europafeindlichen Kräfte und der Brexit.
In Europa, das mit seinen Problemen zu kämpfen hat, werden die gewaltigen Aufgaben, vor denen Russland nach der Aufspaltung der UdSSR in 15 unabhängige Nachfolgestaaten stand und immer noch steht, bis heute unterschätzt. [...]"
http://www.sz-online.de/
Montag, 20. Februar 2017
Fuest im Interview über die Eurokrise
Clemens Fuest, Jahrgang 1968, leitet seit April 2016 das Ifo-Institut in München. Zugleich unterrichtet der Professor für Volkswirtschaftslehre an der Ludwigs-Maximilians-Universität München. Der gebürtige Münsteraner war mehrere Jahre an der Universität Oxford tätig, bevor er 2013 nach Deutschland zurückkehrte, um die Leitung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim zu übernehmen. Fuest ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates beim Bundesministerium der Finanzen.
SPIEGEL ONLINE: Wie sieht es mit Griechenland aus?
Fuest: Das ist wegen seiner geringen Größe weniger gefährlich für die Eurozone insgesamt. Aber deren Probleme zeigen sich dort wie unter einem Brennglas.
SPIEGEL ONLINE: Griechenland wird häufig als Sonderfall bezeichnet.
Fuest: Da ist ein bisschen Wunschdenken dabei. Griechenlands Grundproblem haben auch andere Euroländer: Banken, die über Staatsanleihen stark in der Finanzierung von Staaten engagiert sind und deswegen nicht pleitegehen dürfen. Deshalb können Staatsschulden nicht restrukturiert werden, private Investoren werden aus der Haftung entlassen und statt dessen die Steuerzahler belastet. All das wurde mit viel zu optimistischen Prognosen und teilweise offenkundigen Lügen verschleiert.
SPIEGEL ONLINE: Wird auch heute noch gelogen?
Fuest: Ja, das ganze Hilfsprogramm für Griechenland war eine einzige Irreführung. Weil die Kredite nicht zurückgezahlt werden können, sind es eigentlich Transfers. Und Griechenland war offenkundig nie bereit, die unterschriebenen Reformvereinbarungen auch umzusetzen.
SPIEGEL ONLINE: Na ja, bei den Renten beispielsweise wurde durchaus massiv gekürzt. Diesen Vereinbarungen hat Griechenland zudem unter dramatischen Bedingungen zustimmen müssen. In Ihrem Buch beschreiben Sie selbst die Inszenierung der Euro-Rettung als eine Abfolge nächtlicher Krisengipfel. Wie kommen wir da wieder raus?
Fuest: Wir müssen überlegen, wo wir diese europäischen Politikrituale wollen. Für die Geldpolitik zum Beispiel wurde die Europäische Zentralbank als unabhängige Institution mit festen Regeln gegründet, weil das Thema viel zu wichtig war. Auch über künftige Krisen von Banken oder Staaten sollten nicht Regierungschefs entscheiden, sondern Technokraten mit klaren Regeln.
"Zunehmender Hass aufeinander"
SPIEGEL ONLINE: Geht da nicht ein Wir-Gefühl verloren, das diese nächtlichen Gipfel bei allem Streit auch transportieren?
Fuest: Ich denke, in den vergangenen Jahren ist das Gegenteil passiert. Der Eindruck, dass Deutschland zum Beispiel entscheidet, was Griechenland seinen Rentnern zahlen darf, führt zunehmend zu Hass aufeinander.
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Sonntag, 19. Februar 2017
Freitag, 17. Februar 2017
Muss Europa mehr Geld für Militär ausgeben? (euro|topics)
US-Verteidigungsminister James Mattis fordert von den Nato-Staaten in Europa, mehr Geld für Verteidigung auszugeben. Er sagte am Mittwoch in Brüssel, die USA würden "ihr Engagement verringern", sollten die anderen Mitglieder nicht ihre Militärausgaben erhöhen. Während viele Journalisten auch der Meinung sind, dass die Europäer zu wenig beitragen, stellen einige in Frage, ob die Nato wirklich an Unterfinanzierung leidet.
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Aufrüsten für den High-Tech-Kampf
Die EU-Staaten sollten im Rüstungsbereich wieder mehr investieren und enger kooperieren, pflichtet The Times Mattis bei:
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Europäer hinken Versprechen hinterher
Trump ist nicht der erste US-Präsident, der die Europäer auffordert, ihren Verpflichtungen zur Sicherung der Verteidigung endlich nachzukommen, erinnert Dennik N:
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Erhalt der Nato sollte jede Öre wert sein
Dänemark hat seit 2012 seinen Militärhaushalt um insgesamt 15 Prozent beschnitten und plant weitere Kürzungen. Eine grundfalsche Entscheidung, betont Berlingske:
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Viel hilft nicht immer viel
Die Nato leidet mit Sicherheit nicht an zu wenig Geld, meint die Frankfurter Rundschau:
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