Die Morgenpost der Krautreporter berichtet am 14.4.26 dazu Folgendes:
"Die Wahl hat seine Tisza-Partei deutlich gewonnen, nun bereitet sich Péter Magyar auf den Machtwechsel in Ungarn vor. Gestern kündigte er an, eine Verfassungsänderung ins Auge zu fassen: Künftig soll die Amtszeit des Ministerpräsidenten auf zwei Wahlperioden begrenzt werden. Damit zielt er insbesondere auf die lange Machtstrecke seines autoritär regierenden Vorgängers Viktor Orbán, der insgesamt 16 Jahre im Amt war. „Er hatte die große Chance, im nationalen Interesse Großes zu leisten, damit Ungarn ein aufstrebendes europäisches Land wird“, zitiert t-online den künftigen Ministerpräsidenten. „Er hat diese Chance nicht genutzt, sondern missbraucht.“
Am Sonntag hatte die Tisza-Partei die Parlamentswahl in einem Erdrutschsieg gegen Orbáns Fidesz gewonnen: 93 der insgesamt 106 ungarischen Wahlkreise gingen an Tisza-Kandidat:innen. Das RND fasst drei Erkenntnisse aus der Wahl zusammen. Die taz wirft außerdem einen Blick nach Brüssel und ins EU-Parlament, wo Magyars Wahlsieg bei vielen für Erleichterung sorgt. Gleichzeitig habe sich in den vergangenen 16 Jahren unter Orbán einiges angestaut, heißt es – neben Korruption und Vetternwirtschaft im eigenen Land nämlich „jede Menge Altlasten in der Europapolitik“. Die EU-Spitze würde diese nun gerne möglichst schnell aus dem Weg räumen. Was der Wahlsieg von Magyar für Europa bedeutet erklärt auch der Deutschlandfunk etwas ausführlicher."