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Der Krieg im Iran dauert seit zwei Wochen an und ein Ende ist bisher nicht absehbar. Während die USA und Israel weiter Ziele im Iran aus der Luft angreifen, schießt Teheran mit Raketen und Drohnen auf Ziele in den arabischen Golfstaaten und Israel. Durch die Blockade der Straße von Hormus ist der Ölpreis weltweit drastisch angestiegen. Kommentatoren analysieren, inwiefern Ziele und Strategie der US-Administration erkennbar sind. |
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| Beunruhigende strategische ImprovisationABC schüttelt den Kopf angesichts der Planlosigkeit, mit der dieser Krieg begonnen wurde und geführt wird: „Laut israelischen Sicherheitskreisen wurde der Angriff ohne einen tragfähigen Plan für einen Regimewechsel gestartet. … Dieses strategische Vakuum wurde durch eine Reihe widersprüchlicher Argumente zur Rechtfertigung des Krieges noch verschärft. Er wurde als Operation zur Zerstörung des iranischen Atomprogramms, als Kampagne zur Demontage seiner Raketenkapazitäten oder gar als Versuch zum Sturz des Ayatollah-Regimes dargestellt. … All dies wirft eine unbequeme, aber unausweichliche Frage auf: Wie konnte eine Operation dieses Ausmaßes gestartet werden, ohne dass die Militärplaner eine klarere Definition der Ziele und möglichen Folgen forderten?“
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| Die linke Hand weiß nicht, was die rechte tutMangelnde Kommunikation der US-Behörden untereinander ist Ursache für die Planlosigkeit, wettert Corriere della Sera: „In den Vereinigten Staaten ist das gesamte System so sehr personalisiert, dass die Filter einer realistischen Analyse vor einem Krieg am Golf außer Kraft gesetzt oder umgangen wurden. Der Kongress wurde ignoriert. Den nationalen Sicherheitsberater des Weißen Hauses gibt es im Grunde nicht mehr. Seine Rolle übernimmt der Mann, der gleichzeitig Außenminister ist (Marco Rubio), an den Verhandlungen mit dem Iran jedoch nicht beteiligt war. Diese wurden stattdessen einem Immobilienentwickler und Geschäftspartner des Präsidenten (Steve Witkoff) und Trumps Schwiegersohn (Jared Kushner) anvertraut. Die interne Kommunikation in Washington scheint auf einem Tiefpunkt zu sein.“
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| Teheran ist seit Jahrzehnten vorbereitetWarum das Mullah-Regime nicht so einfach zu beseitigen ist, erklärt der Tages-Anzeiger: „Trump und seine Berater wundern sich seit Wochen öffentlich darüber, warum das Regime in Teheran nicht einfach aufgibt. Sie verkennen, dass die Mullahs sich seit Jahrzehnten genau auf diesen Fall vorbereitet haben, der Kampf gegen den 'grossen Satan' ist Teil ihrer Identität. Den sie aus ihrer Sicht gar nicht verlieren können – sterben sie, dann als Märtyrer. Militärisch ist der Iran hoffnungslos unterlegen. Es braucht aber nur ein paar Treffer auf die Ölförderung oder die Wasserentsalzungsanlagen der Golfstaaten, und die Weltwirtschaft schaut in den Abgrund.“
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| Trump am Gängelband von IsraelTrump hat das Heft des Handelns nicht mehr selbst in der Hand, urteilt NRC: „Nicht die USA, sondern Israel bestimmt, wie lange die Schlacht dauert. Dass Trump eine Art Gärtner ist, der für Benjamin Netanjahu das gefährliche iranische Gras 'mähen' muss, um die Gefahr aus diesem Land für ein paar Jahre zu bannen, bringt ihm den Hohn eines erheblichen Teils seiner Anhänger ein. Der Präsident hat sein Wahlversprechen gebrochen, keine neuen Kriege zu beginnen. Er lässt sich von einem kleinen Verbündeten führen, der in den USA sowohl bei der Linken als auch bei der Rechten nicht mehr selbstverständlich beliebt ist.“
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