Freitag, 27. Februar 2026

Baerbock erhebt schwere Vorwürfe gegen die USA

  Die USA haben versucht, Formulierungen bei einer UN-Resolution zur Ukraine zu ändern.

Annalena Baerbock sieht darin einen Angriff auf die Spielregeln der UN-Charta. [...]


Mit der Resolution hatte die UN-Vollversammlung in New York anlässlich des vierten Jahrestags des russischen Angriffs auf die Ukraine eine sofortige Waffenruhe und einen anhaltenden Frieden gefordert. 107 Mitgliedsländer stimmten in New York für das Papier, darunter auch Deutschland. Zwölf stimmten dagegen. 51 enthielten sich – unter ihnen auch die USA.

USA wollten Paragrafen über Wahrung der UN-Charta streichen

Die Resolution habe das wiederholt, was vorher schon mehrfach zur Ukraine beschlossen worden war, sagte Baerbock. "Nämlich, dass ein Frieden nur gerecht und dauerhaft sein kann, wenn er auf den Regeln der UN-Charta basiert und wenn er die territoriale Integrität und Souveränität der Ukraine achtet."

Die US-Delegation habe genau auf diese zwei Paragrafen Änderungsanträge gelegt – sie sollten gestrichen werden, sagte Baerbock. "Das muss man einmal sacken lassen. Das heißt, man streicht bewusst aus einer Resolution, dass es ein dauerhafter, gerechter Frieden sein soll und dass die UN-Charta gewahrt werden soll."

USA argumentieren mit Ablenkung von Verhandlungen

Der Änderungsantrag wurde mit großer Mehrheit abgelehnt. In der Begründung der USA zu ihrem Antrag heißt es, natürlich werde der Ruf nach einem sofortigen Waffenstillstand begrüßt. Aber die Resolution enthalte eine Sprache, "die wahrscheinlich von den laufenden Verhandlungen ablenkt, anstatt die Diskussion über die gesamte Bandbreite der diplomatischen Wege zu unterstützen, die den Weg zu diesem dauerhaften Frieden ebnen könnten." Zudem äußern die USA in ihrer Begründung die Ansicht, ein "Deal" sei näher denn je. [...]" ZEIT 25. Februar 2026

Ich stehe auf keiner der Seiten der Kontrahenten, halte die Nachricht aber für festhaltenswert. (Fonty)

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