Die Außen- und Verteidigungsminister von 23 EU-Staaten haben in Brüssel mit einer Erklärung eine europäische Verteidigungsunion auf den Weg gebracht. Angestrebt werden Rüstungsprojekte, der Aufbau multinationaler Einheiten und ein gemeinsames Hauptquartier. EU-Außenbeauftragte Mogherini sprach von einem historischen Moment in der Geschichte Europas. Nicht alle Kommentatoren halten diese Euphorie für gerechtfertigt.
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Europa zeigt, was es kann
Endlich mal ein konkreter Schritt in die richtige Richtung, freut sich La Stampa:
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Versprechungen hat die EU schon oft gemacht
Der Tages-Anzeiger hingegen warnt, dass die in das Projekt gesetzten Hoffnungen schnell enttäuscht werden könnten:
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Geschickt vermarktet, aber dennoch bescheiden
Auch Jerzy Haszczyński, Chef des Auslandsressorts von Rzeczpospolita, hält den Militärpakt Pesco nicht für besonders erfolgversprechend:
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Aussteigen kann man immer
Wie wenig ernst die EU-Staaten die gemeinsame Verteidigungspolitik nehmen, beweist das Beispiel Österreich, bescheidet der Kurier:
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Dienstag, 14. November 2017
Was hat Europa von einer Verteidigungsunion?
Montag, 13. November 2017
Welche Art von Gesellschaft wollen wir eigentlich?
"Die Tatsache, dass die Macht sich derzeit in der so genannten politischen Mitte konzentriert, hat damit zu tun, dass die Parteien sich da hin definieren, wo sie die meisten Wähler vermuten. Und wie 1914 die Genossen von der SPD sich aufrichtig freuten, nun zu den Deutschen gezählt und kooptiert zu werden – sie, die gerade noch als vaterlandslose Gesellen geschmäht wurden – so neigen alle Parteien seit jeher dazu, auf dem Weg zur Macht ihre Extreme abzulegen und an Profil zu verlieren. Aber das heißt nicht, dass unterschiedliche politische Zielsetzungen einfach verschwinden." (Die unsolidarische Mitte: Welche Art von Gesellschaft wollen wir? Von Katharina Döbler, deutschlandfunkkultur.de)
Donnerstag, 9. November 2017
Weshalb Alltagssexismus etwas anderes ist als sexuelle Belästigung, aber doch etwas damit zu tun hat
Darüber schreibt Zoe Beck:
"Mir scheint, es gibt da ein Missverständnis. Sexismus ist nicht dasselbe wie sexuelle Belästigung oder sexualisierte Gewalt. Diese Dinge sind Teil des Sexismusproblems, aber noch längst nicht alles. Sexismus ist eine auf das biologische Geschlecht (lat. sexus) einer Person abzielende Form der Diskriminierung, kurz zusammengefasst. Diese Diskriminierung äußert sich auch, aber nicht nur, durch sexuelle oder sexualisierte Handlungen oder Aussagen. [...]"
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"Mir scheint, es gibt da ein Missverständnis. Sexismus ist nicht dasselbe wie sexuelle Belästigung oder sexualisierte Gewalt. Diese Dinge sind Teil des Sexismusproblems, aber noch längst nicht alles. Sexismus ist eine auf das biologische Geschlecht (lat. sexus) einer Person abzielende Form der Diskriminierung, kurz zusammengefasst. Diese Diskriminierung äußert sich auch, aber nicht nur, durch sexuelle oder sexualisierte Handlungen oder Aussagen. [...]"
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Dienstag, 7. November 2017
Paradise Papers: Was tun gegen Steuervermeidung?
60 Milliarden Euro entgehen den EU-Staaten jährlich aufgrund von Strategien zur Steuervermeidung. Diese Berechnungen eines französischen Ökonoms wurden im Zuge der sogenannten Paradise Papers veröffentlicht. Für einige Kommentatoren ist die Erregung über Steuervermeidung lediglich ein Mittel, um Reiche und Unternehmen zu diskreditieren. Andere fordern, sich nicht nur zu empören.
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Kreuzzug gegen Reiche
Kapitalismuskritiker missbrauchen die Enthüllungen, um ihre von Neid erfüllte Agenda voranzutreiben, schimpft The Daily Telegraph:
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Steuerwettbewerb ist nicht kriminell
Offshore-Praktiken werden zu Unrecht verteufelt, findet die Neue Zürcher Zeitung:
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Gesetze an Moralvorstellungen anpassen
Die Debatte um Steuerpraktiken darf nicht auf der Ebene moralischer Empörung stehenbleiben, findet Berlingske:
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Die EU hinkt hinterher
Die EU hat es versäumt, ihren Institutionen die Kompetenzen für den Kampf gegen Steuervermeidung zu verleihen, schimpft Reporter:
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Steuerhinterziehung wird immer schwieriger
Im Kampf gegen Steuervermeidung gibt es noch viel zu tun, doch sind in den vergangenen Jahren auch beachtliche Fortschritte erzielt worden, wirft hingegen L'Echo ein:
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