Freitag, 18. Mai 2012

Frankfurt blockiert sich aus Furcht vor Blockupy

 Banken haben geschlossen, Busse fahren nicht, U-Bahnen halten nicht.

Spiegel online hält ein Interview mit David Graeber, einem Begründer der Occupy-Bewegung.

Party der 20 000 gegen Kapitalismus

Georg Schramm über occupy Frankfurt

FAZ über das occupy-Camp

Mittwoch, 9. Mai 2012

dem Rundfunk verdankt

Blockupy gegen deregulierte Banken
   über die neusten Pläne berichtet die taz am 15.5.

breaking the silence oder Schovrim Schtika

Baruch Goldstein tötete 1994 29 Menschen und verletzte über 150.
       In Reaktion auf das Massaker wurde zum Schutz vor Gegenreaktionen die palästinensische Bewegungsfreiheit in Hebron eingeschränkt. Das gilt noch heute.

Zusatz vom 15.5.:
Seehofer: "Sie können das alles senden."

Dienstag, 8. Mai 2012

Was ist schlimmer: der Klimawandel oder die Finanzkrise, die seine Bekämpfung erschwert?

Nach der Einschätzung des Club of Rome verhindert die gegenwärtige Reaktion auf die Finanzkrise, dass der Klimawandel rechtzeitig gebremst werden kann.

Freitag, 4. Mai 2012

François Hollandes Selbstdarstellung

François Hollande hat im Streitgespräch mit Sarkozy für sich die Latte hoch gelegt, was er als Präsident leisten will, gleisam sein eigenens "Mehr Demokratie wagen" formuliert: "Moi, Président de la République" (sieh Spiegel online)

Mittwoch, 2. Mai 2012

Chen Guangcheng

Es gibt widersprüchliche Berichte über  Chen Guangchengs Zeit in der US-Botschaft und seine (?) Entscheidung, sie wieder zu verlassen. (Dazu auch tagesschau.de)
Es wird sinnvoll sein, die Wikipedia von Zeit zu Zeit nachzulesen, welche Berichte sich in Zukunft als glaubwürdiger erweisen.

Montag, 30. April 2012

Eltern oder Kitas? Was ist besser für Kinder?


„Bildung muss in der Kita beginnen“ 
"Wir wissen aus einer Untersuchung des Prognos Instituts, dass sich jeder Kita-Platz volkswirtschaftlich schon nach einem Jahr rechnet, weil Mütter dann erwerbstätig sein können, Steuern und Sozialabgaben zahlen, anstatt Transferleistungen zu beziehen."
(Hannelore Kraft in FAS vom 29.4.12)
Auch jeder Verkehrsunfall steigert das BIP.


Bildung ist nicht das, was sich "schon nach einem Jahr rechnet", und sie beginnt schon beim Eltern-Kind-Kontakt der ersten Monate.


Nubbek-Studie

Sonntag, 29. April 2012

Piraten: Wahlen zum Bundesvorstand

Eindrucksvoll, wie neue Führungsfiguren der Piraten darauf bestehen, wenn irgend möglich keine eigene Meinung zu vertreten (laut Tagesspiegelblog vom 29.4.12) und wie eine Beisitzerin durch Meinungsvielfalt von sich reden macht.
Bernd Schlömer, der neue Vorsitzende, hat freilich auch eine Meinung, rückt aber nicht immer damit heraus.
(vgl. auch ZEIT-Bericht zum Parteitag)

Sonntag, 15. April 2012

Deutschland kann nicht verhindern, dass es Waffen nach Syrien liefert. Wie geht das?

Ein Frachter mit Waffen aus deutscher Produktion ist zwischen Zypern und Syrien entdeckt und zum Stoppen aufgefordert worden. Jetzt sendet er keine Ortungssignale mehr und müsste mühsam aus der Luft gesucht werden.
Da das Schiff nicht unter deutscher Flagge fährt, widerspräche es dem Seerecht, wenn es aufgehalten würde.
Um es zu stoppen, müsste daher zunächst ein Rechtshilfeersuchen an Antigua und Barbuda gerichtet werden - was lange dauern dürfte. Behält das Schiff allerdings seinen Kurs auf Syrien bei, dürfte es bereits in wenigen Stunden dort ankommen. (so Spiegel online am 14.4.12)

Samstag, 7. April 2012

Ostermärsche 2012

Grass' Gedicht hat eine Bö im Blätterwald verursacht. Im Werk des Nobelpreisträgers wird es kaum lage sichtbar bleiben.
Die Ostermärsche begannen in den 50er Jahren udf den Britischen Inseln. Schon sie richteten sich gegen atomare Bedrohung. Sie richten sich noch heute gegen Rüstung und Rüstungsexport.
Meine Soldarität gilt allen Ostermarschierern auch dieses Jahr (Termine und Themen)
Zum Ablauf

Donnerstag, 5. April 2012

Wie richtig liegt Günter Grass?

Grass hat ein politisches Gedicht geschrieben, das Christoph Sydow darauf prüft, ob die darin angenommenen Voraussetzungen (er nennt sie "Thesen") auch wirklich zutreffen. Er tut es unter dem Titel "So falsch liegt Günter Grass". Nach seiner Darstellung sind von den 8 Annahmen von Grass 6 mehr oder minder korrekt.
Es bleiben also noch zwei Thesen übrig.
Zur ersten: Den Satz "das Verdikt "Antisemitismus" ist geläufig" deutet Sydow als These "Wer diese Sachverhalte benennt, gerät unter Antisemitismusverdacht." Grass unterstellt freilich nicht, dass jeder, der so etwas sagt, also etwa auch regimekritische Israelis, unter Antisemitismusverdacht geriete, sondern nur, dass bei Angriffen auf die Politik des Staates Israel das Verdikt "Antisemitismus" nahe liegt. Die Reaktion auf sein Gedicht - hier kann man von self-fulfilling prophecy sprechen - bestätigt seine Behauptung.
Zur zweiten These: Ein Erstschlag könnte "das iranische Volk auslöschen".
Woher bezieht Sydow die Sicherheit, dass ein atomarer Erstschlag keinen Atomkrieg auslösen kann, in dem dann mehr Völker als nur das iranische ausgelöscht werden könnten?
Hat die Abschreckungsstrategie jahrzehntelang nur deshalb funktioniert, weil Militärs und Politikern gar nicht klar, war, dass ein atomarer Erstschlag gar keinen allgemeinen Atomkrieg auslösen kann?

Anscheinend liegt Grass also gar nicht so falsch, sondern ganz erheblich weniger.

Meine Kritik an Grass' Gedicht ist eine ganz andere:
Er schreibt in einem Gedicht etwas, was in anderer Form schon öfter gesagt wurde, und nennt dann dies Gedicht "Was gesagt werden muss". Es wäre präziser gewesen, wenn er es etwa wie folgt betitelt hätte:
"Was endlich auch der Nobelpreisträger Günter Grass in ein Gedicht schreiben muss, damit es weltweit wahrgenommen wird".
Ich unterstelle ihm, er tat es aus Bescheidenheit nicht.
Oder liege ich damit etwa falsch?

Wenn einen Sydows Vorstellungen wenig interessieren: Hier gibt's noch etwas anderes zu Grass und zu Broder.
Die ARD hat ein 27-minütiges Interview mit Grass zu den von ihm im Gedicht angesprochenen Fragen gesendet, das hier nachzuhören und -sehen ist. Argumentativ scheint es mir weit weniger stimmig als das Gedicht, doch nutzt er die Gelegenheit des Medieninteresses, um weitere Fragen anzusprechen, die ihm auf dem Herzen liegen.
Die Hauptpunkte, die er nennt, sind folgende:
Netanjahu droht mit einem Angriff auf den Iran.
Israel ist eine Atommacht.
Die Bundesrepublik liefert ihr ein 6. U-boot, obwohl an sich ein Verbot, Waffen in Krisengebiete zu liefern, besteht.
Die Siedlungspolitik Israels ist geeignet, die Spannungen im Nahen Osten zu vermehren.

Diese Punkte halte ich durchweg für eine zutreffende Beschreibung der Situation. Aus deutscher Sicht besteht vor allem bei der Abstellung des Rüstungsexportes in Krisengebiete Handlungsbedarf.
Dieser Punkt geht in der allgemenen Aufregung leider unter.

Nachtrag vom 3.6.12:
Meldung von Spiegel online: Von Deutschland nach Israel gelieferte U-boote wurden mit Atomwaffen bestückt.