Am 9.2.10 sagte Horst Seehofer unter Bezug auf das Verfassungsgerichtsurteil: "Hartz IV war der größte Murks seit der deutschen Einheit."
Guido Westerwelle meinte: "Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein." (Süddeutsche Zeitung vom 11.2.10)
Im Mai erklärte British Petrol: "Wir sind für das Öl verantwortlich und die Verantwortung liegt bei uns, es zu beseitigen" (ZEIT 30.12.10 unter "Worte des Jahres" - "Firmenchef Tony Hayward sagte am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters, BP übernehme die volle Verantwortung und werde die Folgen des Ölteppichs beseitigen." laut NZZ vom 30.4.10. (Bezug: die Ölkatastrophe infolge der Explosion auf der Ölplattform Deepwater Horizon)
Thilo Sarrazin meinte "Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen" (ZEIT online 28.8.10)
Barack Obama sagte im November im Blick auf die Erfolge der Republikaner bei den Kongresswahlen "Ich werde einen besseren Job machen müssen", und erreichte die Ratifizierung des Abrüstungsvertrags mit Russland durch den Senat unter Zustimmung vieler republikanischer Senatoren.
"In einer Erklärung, die seine Verteidiger verbreiteten, bemerkte Chodorkowskij, der Fall zeige, 'dass in Russland niemand darauf hoffen sollte, von einem Gericht vor Regierungsvertretern beschützt zu werden'. Dennoch hätten er und Lebedjew 'die Hoffnung nicht verloren und unsere Freunde sollten sie auch nicht verlieren'." (SZ 31.12.10)
Am 10. Oktober 2008 plädierten in einer Runde mit dem US-Finanzminister alle Bankenmanager für eine stärkere Regulierung, deutsche Banker und Wirtschaftsprofessoren hatten schon vorher "eine Verstaatlichung des Bankensektors" nahegelegt (Peer Steinbrück: Unterm Strich, 2010, S.213).
Nachdem sie die Staaten, die für die Spekulationen der Banken eintraten, in die Krise getrieben haben und über niedrige Zinsen von seiten der Notenbanken sowie Spekuation gegen den Euro wieder hervorragende Geschäfte machen, wollen sie davon nichts mehr wissen. (vgl. ZEIT online vom 31.12.10)
Reinhard Berkau: Ich gegen Amerika. Ein deutscher Rechtsanwalt berichtet davon, wie ihm das US-Rechtssystem monatelang im Gefängnis festhielt, weil er zur Vertretung seines Mandanten in die USA eingereist war. Erst bei dieser Gelegenheit hat er festgestellt, welche Fallen das System einschließt. Suche innerhalb des Buches
Freitag, 31. Dezember 2010
Damit ich's nicht vergesse
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Montag, 27. Dezember 2010
Bahn hat Betriebsfähigkeit im Winter weggespart
Schon im Herbst war abzusehen, dass die Deutsche Bahn AG im Unterschied zur Bundesbahn alle von der Bahb statt vom Wetter reden lassen würde.
Montag, 13. Dezember 2010
Schockwellenreiter in der FR: Mein Kommentar
"Dein Kommentar erläutert, wie die Situation bleiben wird: Neutrale Informationen bekommen nur die, die das Know-how, Zeit und Energie dafür haben, die anderen werden parteiisch informiert.
Demokratisch aktiv werden nur die, die das Know-how, Zeit und Energie dafür haben, die anderen sehen fern oder vertrödeln ihre Zeit beim Lesen in Blogs (wo seit Jahren schon im Grunde ergebnislos Richtiges gesagt wird, z.B. bei Huffington Post, Nachdenkseiten und bei dir).
Es liegt nicht an den fehlenden Informationen.
Es ist gefährlich, die gedruckten Enzyklopädien zu zerstören, wenn man als Ersatz nur eine (!) Wikipedia hat.
Das schreibe ich als der Wikipedianer Cethegus, der bei der Abfassung des Stichworts "Geschichte" den Brockhaus konsultiert hat.
Die Information "dem Netz" zu übergeben ist zutiefst undemokratisch.
Das heißt nicht, dass ich nicht froh wäre, dass es im Netz auch folgende Organisationen gibt:
Avaaz, eine internationale Organisation, die politische Kampagnen in Bereichen wie Klimawandel, Menschenrechte und Entschärfung religiöser Konflikte organisiert, mit im Mai 2010 fast fünf Millionen Mitgliedern.
Campact - Demokratie in Aktion, ein 2004 gegründetes ein Internet-basiertes Beteiligungsforum mit Sitz in Verden (Aller) und über 200 000 Mitgliedern
Rettet den Regenwald e.V.,ein 1986 gegründeter Verein, der sich für Wälder, deren Bewohner und deren Lebensräume einsetzt. Er hat etwa 5000 Fördermitglieder."
Bei Protesten, Petitionen und auch global organisierten Aktionen dieser Gruppen bin ich dabei, aber was Wikileaks und seine Befürworter tun, ist mir höchst fragwürdig.
Alles für investigativen Journalismus, aber nichts dafür, was ungezielt die Diplomatie der Obama-Administration zu schädigen sucht.
Ich sehe einen wichtigen Unterschied zwischen Assange und Liu Xiaobo, und der liegt nicht in dem, was man ihnen vorwirft, sondern in dem, was sie bekämpfen und den Mitteln, die sie anwenden.
Nachdem ich für Schockwellenreiters Blog hoffentlich Reklame gemacht habe, hier noch eine Empfehlung für sein Wiki und für die von ihm empfohlene(n) Computergeschichte(n) von Wieland.
Nachtrag:
OpenLeaks, ein Konzept, das auf mehr Prüfung setzt als Wikileaks (vgl. Wikipedia, wo die Löschung des Artikels vorgeschlagen, am 21.12. aber abgelehnt wurde.)
Inzwischen (1.1.11) hat mich Argumentation dieses Aufrufs gegen die Kriminalisierung von Wikileaks (im freitag vom 16.12. veröffentlicht) etwas irre gemacht.
Demokratisch aktiv werden nur die, die das Know-how, Zeit und Energie dafür haben, die anderen sehen fern oder vertrödeln ihre Zeit beim Lesen in Blogs (wo seit Jahren schon im Grunde ergebnislos Richtiges gesagt wird, z.B. bei Huffington Post, Nachdenkseiten und bei dir).
Es liegt nicht an den fehlenden Informationen.
Es ist gefährlich, die gedruckten Enzyklopädien zu zerstören, wenn man als Ersatz nur eine (!) Wikipedia hat.
Das schreibe ich als der Wikipedianer Cethegus, der bei der Abfassung des Stichworts "Geschichte" den Brockhaus konsultiert hat.
Die Information "dem Netz" zu übergeben ist zutiefst undemokratisch.
Das heißt nicht, dass ich nicht froh wäre, dass es im Netz auch folgende Organisationen gibt:
Avaaz, eine internationale Organisation, die politische Kampagnen in Bereichen wie Klimawandel, Menschenrechte und Entschärfung religiöser Konflikte organisiert, mit im Mai 2010 fast fünf Millionen Mitgliedern.
Campact - Demokratie in Aktion, ein 2004 gegründetes ein Internet-basiertes Beteiligungsforum mit Sitz in Verden (Aller) und über 200 000 Mitgliedern
Rettet den Regenwald e.V.,ein 1986 gegründeter Verein, der sich für Wälder, deren Bewohner und deren Lebensräume einsetzt. Er hat etwa 5000 Fördermitglieder."
Bei Protesten, Petitionen und auch global organisierten Aktionen dieser Gruppen bin ich dabei, aber was Wikileaks und seine Befürworter tun, ist mir höchst fragwürdig.
Alles für investigativen Journalismus, aber nichts dafür, was ungezielt die Diplomatie der Obama-Administration zu schädigen sucht.
Ich sehe einen wichtigen Unterschied zwischen Assange und Liu Xiaobo, und der liegt nicht in dem, was man ihnen vorwirft, sondern in dem, was sie bekämpfen und den Mitteln, die sie anwenden.
Nachdem ich für Schockwellenreiters Blog hoffentlich Reklame gemacht habe, hier noch eine Empfehlung für sein Wiki und für die von ihm empfohlene(n) Computergeschichte(n) von Wieland.
Nachtrag:
OpenLeaks, ein Konzept, das auf mehr Prüfung setzt als Wikileaks (vgl. Wikipedia, wo die Löschung des Artikels vorgeschlagen, am 21.12. aber abgelehnt wurde.)
Inzwischen (1.1.11) hat mich Argumentation dieses Aufrufs gegen die Kriminalisierung von Wikileaks (im freitag vom 16.12. veröffentlicht) etwas irre gemacht.
Samstag, 11. Dezember 2010
Überwachungsstaat
2008 wurde im Netz noch gewarnt: EU-Politiker planen den Überwachungsstaat.
Als Rache (?) hat wikileaks jetzt den überwachten Staatsbediensteten geschaffen.
Es wird nicht mehr gezielt recherchiert, um Unregelmäßigkeiten und Skandale aufzudecken, sondern die interne Kommunikation wird unterschiedslos aufgedeckt.
Die Anfrage an die Regierung, welche der rund 250 000 internen Kommunikationen sicherheitsrelevant seien, damit diese geheimgehalten werden könnten, kommt dem Versuch einer Alibibeschaffung gleich. Denn man kann nicht in wenigen Tagen 250 000 Texte überprüfen und noch weniger kann man sicher sein, dass jemand, der sich 250 000 Texte zur Veröffentlichung besorgt hat, so eine Anfrge nur tätigt, um herauszufinden, mit welchen Informationen man die Regierung besonders gut treffen kann.
Als Rache (?) hat wikileaks jetzt den überwachten Staatsbediensteten geschaffen.
Es wird nicht mehr gezielt recherchiert, um Unregelmäßigkeiten und Skandale aufzudecken, sondern die interne Kommunikation wird unterschiedslos aufgedeckt.
Die Anfrage an die Regierung, welche der rund 250 000 internen Kommunikationen sicherheitsrelevant seien, damit diese geheimgehalten werden könnten, kommt dem Versuch einer Alibibeschaffung gleich. Denn man kann nicht in wenigen Tagen 250 000 Texte überprüfen und noch weniger kann man sicher sein, dass jemand, der sich 250 000 Texte zur Veröffentlichung besorgt hat, so eine Anfrge nur tätigt, um herauszufinden, mit welchen Informationen man die Regierung besonders gut treffen kann.
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Dienstag, 30. November 2010
Jugendmedienschutz-Staatsvertrag
Der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag ist über 7 Jahre alt, jetzt aber wieder in der Diskussion.
Zwar kann ich die Motivation von Parteien und "Netzgemeinde" nachvollziehen.
Was ich nicht recht verstehe, ist, dass ich kaum irgendwo eine Darstellung zur Problematik finde, die die Argumente der beiden Seiten gegeneinander abwägt, statt einseitig zu urteilen. Meine Google-Abfrage zu JMStV und Abwägung führt ausgerechnet zu Tatort Internet.
Selbst eine relativ sachliche Seite geht zunächst auf Tatort Internet ein und berichtet allerlei, ohne abzuwägen.
Wo hält sich die Abwägung von Argumenten versteckt?
Ich bitte um sachdienliche Hinweise.
Erste Blogs kündigen Schließung oder Umzug zu ausländischem Provider an.
Eine unnötige Panik meint written in basic.
Jugendschutzbeauftragter (8.12.10)
Zusammenstellung weiterer Links
Zwar kann ich die Motivation von Parteien und "Netzgemeinde" nachvollziehen.
Was ich nicht recht verstehe, ist, dass ich kaum irgendwo eine Darstellung zur Problematik finde, die die Argumente der beiden Seiten gegeneinander abwägt, statt einseitig zu urteilen. Meine Google-Abfrage zu JMStV und Abwägung führt ausgerechnet zu Tatort Internet.
Selbst eine relativ sachliche Seite geht zunächst auf Tatort Internet ein und berichtet allerlei, ohne abzuwägen.
Wo hält sich die Abwägung von Argumenten versteckt?
Ich bitte um sachdienliche Hinweise.
Erste Blogs kündigen Schließung oder Umzug zu ausländischem Provider an.
Eine unnötige Panik meint written in basic.
Jugendschutzbeauftragter (8.12.10)
Zusammenstellung weiterer Links
Wikileaks
Berichte der Medienpartner von Wikileaks finden sich hier
Newsblog der ZEIT zu Wikileaks
Wikipediaartikel zu W.
Wikileaks.org
Kritik an Wikileaks
Wikileaks ist jetzt nicht mehr über einen Googleserver, sondern nur über einen schwedischen erreichbar. (1.12.10)
Wikileaks und Hacker-Ethik (3.12.10)
Steven Levys HACKER-ETHIK
1. Zugang zu Computern - und sonst allem, was einem etwas über das Funktionieren der Welt beibringen könnte - sollte unbegrenzt und vollständig sein.
2. Eigenhändiger Zugang soll stets den Vorrang haben.
3. Alle Information sollte frei sein.
4. Misstraue Autorität - fördere Dezentralisierung.
5. Hackers sollten nach ihren Hacks beurteilt werden, nicht aufgrund von Scheinkriterien wie Abschlüssen, Alter, Rasse oder Position.
6. Man kann mit einem Computer Kunst und Schönheit schaffen.
7. Computer können dein Leben zum Besseren verändern.
Was wäre, wenn es in China ein Wikileak gäbe? New York Times erfindet einen Bericht des chinesischen Botschafters in Washington. (3.12.10)
Kritik der in diesem Zusammenhang unzureichenden Geheimhaltung der US-Behörden von Maik Rieken
Wikileaks und Assange
Lars Gustafsson, der bei der Europawahl 2009 die schwedische Piratenpartei in einem Wahlaufruf unterstützt hatte (mit der Begründung Informationsfreiheit ist wichtiger als Urheberrecht) verließ die Partei am 25.8.2010 aus Protest gegen ihre Zusammenarbeit mit WikiLeaks, da es Todeslisten für die Taliban liefere.
Guardian: Neuste Meldungen über Wikileaks
Twitter führt Wikileaks nicht als Trendthema (9.12.)
Organisationen, die Wikileaks keine Dienstleistungen mehr erbringen, werden daher aus dem Netz angegriffen.
Zu den Voraussetzungen der koordinierten Netzattacken (10.12.10)
Enthüllungen harmlos (10.12.10)
Sammlung von Artikeln zu Wikileaks in ZEIT online
Newsblog der ZEIT zu Wikileaks
Wikipediaartikel zu W.
Wikileaks.org
Kritik an Wikileaks
Wikileaks ist jetzt nicht mehr über einen Googleserver, sondern nur über einen schwedischen erreichbar. (1.12.10)
Wikileaks und Hacker-Ethik (3.12.10)
Steven Levys HACKER-ETHIK
1. Zugang zu Computern - und sonst allem, was einem etwas über das Funktionieren der Welt beibringen könnte - sollte unbegrenzt und vollständig sein.
2. Eigenhändiger Zugang soll stets den Vorrang haben.
3. Alle Information sollte frei sein.
4. Misstraue Autorität - fördere Dezentralisierung.
5. Hackers sollten nach ihren Hacks beurteilt werden, nicht aufgrund von Scheinkriterien wie Abschlüssen, Alter, Rasse oder Position.
6. Man kann mit einem Computer Kunst und Schönheit schaffen.
7. Computer können dein Leben zum Besseren verändern.
Was wäre, wenn es in China ein Wikileak gäbe? New York Times erfindet einen Bericht des chinesischen Botschafters in Washington. (3.12.10)
Kritik der in diesem Zusammenhang unzureichenden Geheimhaltung der US-Behörden von Maik Rieken
Wikileaks und Assange
Lars Gustafsson, der bei der Europawahl 2009 die schwedische Piratenpartei in einem Wahlaufruf unterstützt hatte (mit der Begründung Informationsfreiheit ist wichtiger als Urheberrecht) verließ die Partei am 25.8.2010 aus Protest gegen ihre Zusammenarbeit mit WikiLeaks, da es Todeslisten für die Taliban liefere.
Guardian: Neuste Meldungen über Wikileaks
Twitter führt Wikileaks nicht als Trendthema (9.12.)
Organisationen, die Wikileaks keine Dienstleistungen mehr erbringen, werden daher aus dem Netz angegriffen.
Zu den Voraussetzungen der koordinierten Netzattacken (10.12.10)
Enthüllungen harmlos (10.12.10)
Sammlung von Artikeln zu Wikileaks in ZEIT online
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Mittwoch, 24. November 2010
Integrationskurse leisten nicht, was sie sollen
Integrationskurse sollen Migranten ermöglichen, sich in Deutschland zu orientieren und zu integrieren. Für Migranten mit ungünstigen Voraussetzungen leisten sie aber das Gegenteil: sie verwirren und schrecken ab.
Annika Joeres hat für die Frankfurter Rundschau Besucher der Volkshochschule Münster befragt und erfahren, dass viele Migranten erst bei deren Kursen wie "Basiskompetenzen für Arbeit" Lernfreude entwickeln, weil sie zum einen Fähigkeiten erwerben können, an denen sie unmittelbar interessiert sind und das auf einem Niveau, das sie nicht überfordert.
Es hilft nichts, ohne einen größeren Aufwand von unserer Seite haben viele Migranten keine echte Chance, einen wichtigen Beitrag zu unserer Volkswirtschaft zu leisten. Ihre Qualifikationen tragen nichts bei zum Bruttoinlandsprodukt.
Annika Joeres hat für die Frankfurter Rundschau Besucher der Volkshochschule Münster befragt und erfahren, dass viele Migranten erst bei deren Kursen wie "Basiskompetenzen für Arbeit" Lernfreude entwickeln, weil sie zum einen Fähigkeiten erwerben können, an denen sie unmittelbar interessiert sind und das auf einem Niveau, das sie nicht überfordert.
Es hilft nichts, ohne einen größeren Aufwand von unserer Seite haben viele Migranten keine echte Chance, einen wichtigen Beitrag zu unserer Volkswirtschaft zu leisten. Ihre Qualifikationen tragen nichts bei zum Bruttoinlandsprodukt.
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Montag, 22. November 2010
Benedikt XVI.
Benedikt XVI. erklärt, dass Kondome unter bestimmten Umständen erlaubt, ja sogar ein Schritt zur Moralisierung sein können und dass ein Papst im Krankheitsfall von seinem Amt zurücktreten dürfe.
Das könnte eine historische Wende bedeuten. Jedenfalls passt es besser zu dem Mann, der mit Habermas gesprochen hat, als manches andere, was er danach getan hat.
Man sollte das Interview "Licht der Welt" freilich nicht allein von den oben genannten, in der Presse besonders herausgestellten Aussagen her verstehen.
Drei Aussagen möchte ich von dem, was mir bisher noch bekannt geworden ist, hervorheben. Zum einen den Hinweis auf eine Bestimmung der Bildungskongregation, "dass homosexuelle Kandidaten nicht Priester werden können, weil ihre geschlechtliche Orientierung sie von der rechten Vaterschaft, von dem Inneren des Priesterdaseins distanziert". Eine Aussage, über die man lange nachdenken kann.
Dann sein Hinweis, die Kirche habe leider "keinerlei Vollmacht", Frauen zu Priestern zu weihen, die Bedeutung der Frauen sei aber in der Kirchengeschichte "so eminent, dass die Frauen das Bild der Kirche in vielerlei Hinsicht mehr prägen als die Männer". Wenn man an den Besuch des Gottesdienstes und an die diakonische Arbeit denkt, trifft das sicher zu. Freilich wird in vielerlei Hinsicht das Bild zumindest auch von Männern geprägt. Das wird ein Papst nie vergessen.
Schließlich sagt der Papst auch, worüber er lachen musste. Nämlich über die Aussage, "es sei jetzt wissenschaftlich bewiesen, dass Zärtlichkeit der Mütter für die Kinder nützlich ist".
Das könnte eine historische Wende bedeuten. Jedenfalls passt es besser zu dem Mann, der mit Habermas gesprochen hat, als manches andere, was er danach getan hat.
Man sollte das Interview "Licht der Welt" freilich nicht allein von den oben genannten, in der Presse besonders herausgestellten Aussagen her verstehen.
Drei Aussagen möchte ich von dem, was mir bisher noch bekannt geworden ist, hervorheben. Zum einen den Hinweis auf eine Bestimmung der Bildungskongregation, "dass homosexuelle Kandidaten nicht Priester werden können, weil ihre geschlechtliche Orientierung sie von der rechten Vaterschaft, von dem Inneren des Priesterdaseins distanziert". Eine Aussage, über die man lange nachdenken kann.
Dann sein Hinweis, die Kirche habe leider "keinerlei Vollmacht", Frauen zu Priestern zu weihen, die Bedeutung der Frauen sei aber in der Kirchengeschichte "so eminent, dass die Frauen das Bild der Kirche in vielerlei Hinsicht mehr prägen als die Männer". Wenn man an den Besuch des Gottesdienstes und an die diakonische Arbeit denkt, trifft das sicher zu. Freilich wird in vielerlei Hinsicht das Bild zumindest auch von Männern geprägt. Das wird ein Papst nie vergessen.
Schließlich sagt der Papst auch, worüber er lachen musste. Nämlich über die Aussage, "es sei jetzt wissenschaftlich bewiesen, dass Zärtlichkeit der Mütter für die Kinder nützlich ist".
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Freitag, 19. November 2010
Facebookologie
weblook.histnet.ch will sich neben Wikipedia auch Facebook ein wenig genauer ansehen.
Mich freut's. Denn:
Und auch Prof. Dr. Susanne Baer hat dazu eine Meinung, vorgetragen im Zusammenhang mir der Frage: Braucht das Grundgesetz ein Update?"
Allgemein hat das Bewusstsein deutscher Jugendlicher für Datenschutz offenbar zugenommen. Dass die Benutzerzahlen für SchülerVz zurückgehen, die für Facebook aber enorm ansteigen, gibt freilich Anlass zu einiger Skepsis. Denn Facebook geht mit privaten Daten bekanntlich deutlich unbefangener um als die deutschen sozialen Netzwerke.
Es steht zu hoffen, dass die Aufklärung bei dem gesteigerten Gefahrenpotential nachkommt. Denn es sollten doch möglichst wenige schlechte Erfahrungen gemacht haben, bevor sie mit ihren privaten Daten überlegt umgehen.
Mich freut's. Denn:
Von der Parteien Gunst und Hass verwirrt schwankt Facebooks Bild in der Geschichte.(nach dem Autor des Geistersehers, leicht modernisiert)
Denn freilich ist es uns allen ein Stein des Anstoßes und des Ärgernisses.
Und auch Prof. Dr. Susanne Baer hat dazu eine Meinung, vorgetragen im Zusammenhang mir der Frage: Braucht das Grundgesetz ein Update?"
Allgemein hat das Bewusstsein deutscher Jugendlicher für Datenschutz offenbar zugenommen. Dass die Benutzerzahlen für SchülerVz zurückgehen, die für Facebook aber enorm ansteigen, gibt freilich Anlass zu einiger Skepsis. Denn Facebook geht mit privaten Daten bekanntlich deutlich unbefangener um als die deutschen sozialen Netzwerke.
Es steht zu hoffen, dass die Aufklärung bei dem gesteigerten Gefahrenpotential nachkommt. Denn es sollten doch möglichst wenige schlechte Erfahrungen gemacht haben, bevor sie mit ihren privaten Daten überlegt umgehen.
Donnerstag, 18. November 2010
Institut der deutschen Wirtschaft widerlegt Marktwirtschaft
Ein Forscher aus dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hatte festgestellt, es gebe keinen Fachkräftemangel, das zeige sich schon daran, dass die Löhne für Fachkräfte nicht gestiegen seien.
Das DIW wusste ihn eines besseren zu belehren. Jetzt ist seine Studie verändert.
In Spiegel online heißt es dazu: "Nach außen wirkt die Aktion, als ob beim DIW die Devise gilt: Wer bei uns forscht und zu anderen Ergebnissen kommt als der Chef, muss damit rechnen, auf Linie gebracht zu werden."
Das DIW wusste ihn eines besseren zu belehren. Jetzt ist seine Studie verändert.
In Spiegel online heißt es dazu: "Nach außen wirkt die Aktion, als ob beim DIW die Devise gilt: Wer bei uns forscht und zu anderen Ergebnissen kommt als der Chef, muss damit rechnen, auf Linie gebracht zu werden."
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