Seit Sonntag gilt das Abkommen zwischen der EU und Ankara, wonach illegal aus der Türkei eingereiste Flüchtlinge dorthin zurückgebracht werden können. Trotzdem kommen noch täglich hunderte Migranten über das Meer nach Griechenland. Der Deal kann die ungeregelte Flucht nach Europa beenden, glauben einige Kommentatoren. Andere prophezeien, dass sich die Menschen andere Routen suchen werden.
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Flüchtlinge werden wieder über Libyen kommen
Sollte die Türkei die Durchreise von Migranten nach Europa verhindern, könnten diese nach Nordafrika ausweichen, warnt die liberal-konservative Tageszeitung The Malta Independent:
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Merkel ist Durchbruch gelungen
Das Abkommen Europas mit der Türkei hat das Potenzial, die ungeregelte Flucht in eine legale Migration zu verwandeln, meint die liberale Tageszeitung Sme:
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Abkommen kann Flüchtlingskrise beenden
Wenn das EU-Türkei-Abkommen in allen Punkten umgesetzt wird, könnte es der Anfang vom Ende der Flüchtlingskrise in Europa sein, kommentiert die konservative Wirtschaftszeitung Naftemporiki:
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Europa nicht mehr wiederzuerkennen
Schwer angeschlagen sieht die linksliberale Tageszeitung Libération die Europäische Union nach dem Deal mit der Türkei:
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Kaum Chance auf legale Einreise
Der Flüchtlingspakt zwischen EU und Türkei gibt zu wenigen Syrern die Chance auf eine legale Einreise, kritisiert die linksliberale Tageszeitung Der Standard:
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Montag, 21. März 2016
Abkommen zwischen der EU und Ankara zum Umgang mit Flüchtlingen
Donnerstag, 17. März 2016
Zorneding ist nicht Clausnitz
"Ruhe gibt es nicht mehr für die 10 000 Seelen von Zorneding, seit der kongolesische Geistliche Ndjimbi-Tshiende sich öffentlich gegen die flüchtlingsfeindlichen Parolen der CSU-Vorsitzenden im Ort, Sylvia Boher, gestellt hat. Er wurde rassistisch beschimpft und mit dem Tode bedroht."
ZEIT Nr.13/2016 17.3.16
Zorneding: Bayerischer Pfarrer bittet um Verständnis für Rücktritt 7.3.16
Zorneding: Mehr als 3.000 Menschen demonstrieren für zurückgetretenen Pfarrer 9.3.16
Der Bürgermeister von Zorneding:
Zeit, dass nicht nur der Papst, sondern auch bayerische Kirchenobere klar Stellung beziehen, wem
ihre Solidarität gilt: "dem geringsten meiner Brüder" (Matth.25,40).
Ohne das werden wir wohl kaum die nötige Solidarität aufbringen, die wir für die kommenden Herausforderungen brauchen. - Die Flüchtlingsfrage ist nur eine Vorausdeutung auf das, was uns mit den Folgen des Klimawandels bevorsteht.
ZEIT Nr.13/2016 17.3.16
Zorneding: Bayerischer Pfarrer bittet um Verständnis für Rücktritt 7.3.16
Zorneding: Mehr als 3.000 Menschen demonstrieren für zurückgetretenen Pfarrer 9.3.16
Der Bürgermeister von Zorneding:
"Hier wohnen Bildungsbürger mit einem guten Einkommen", sagt er aus einer Rundfahrt durch Zorneding. Und jetzt vergleicht man uns mit dem Osten, mit Clausnitz und Bautzen!"Dem Pfarrer war geschrieben worden, er sei eine "schwarze Sau" und gedroht, er werde nach Auschwitz gebracht. Der stellvertretende Vorsitzende der CSU im Ort hatte in der Lokalzeitung erklärt:
Besonders besorgt ihn die "Hetze von links". In E-Mails werde sein Ort als "Nazi-Nest" und brauner Sumpf beschimpft. Als aktuelles Beispiel holt er eine Postkarte hervor. "Alles Gute für Ihren Pfarrer" steht darauf. "Unfassbar, was es im schönen Bayern für Deppen gibt." ZEIT Nr.13/2016 17.3.16
"Der" - gemeint war Ndjimbi-Tshiende - "muss aufpassen, dass ihm der Brem - der Altpfarrer Zornedings - "nicht mit dem nackerten Arsch ins Gesicht springt, unserem Neger." ZEIT Nr.13/2016 17.3.16Zorneding ist nicht Clausnitz, doch dass ein Pfarrer in Bayern von einem CSU-Vertreter so beschimpft wird, ist kein gutes Zeichen für die CSU.
Zeit, dass nicht nur der Papst, sondern auch bayerische Kirchenobere klar Stellung beziehen, wem
ihre Solidarität gilt: "dem geringsten meiner Brüder" (Matth.25,40).
Ohne das werden wir wohl kaum die nötige Solidarität aufbringen, die wir für die kommenden Herausforderungen brauchen. - Die Flüchtlingsfrage ist nur eine Vorausdeutung auf das, was uns mit den Folgen des Klimawandels bevorsteht.
Mittwoch, 16. März 2016
Knebelverträge Fraports mit dem griechischen Staat können als Warnung vor CETA un TTIP dienen
"Die Übernahme von 14 griechischen Flughäfen durch die Fraport AG ist ein Skandal. Die Betreiberin des Frankfurter Airports schlägt massiv Profit aus der Notlage Griechenlands. Dies zeigt der öffentlich gewordene Übernahmevertrag. [...]
So sieht der Vertrag vor, dass der griechische Staat Flughafenmitarbeiter entschädigen muss, die Fraport nicht weiterbeschäftigt. Werden Beschäftigte bei Arbeitsunfällen verletzt oder sterben, muss ebenfalls der Staat zahlen. Sollten durch Gesetzesänderungen (etwa im Arbeitsrecht) zusätzliche Betriebskosten entstehen, muss die Regierung Fraport entschädigen."
So sieht der Vertrag vor, dass der griechische Staat Flughafenmitarbeiter entschädigen muss, die Fraport nicht weiterbeschäftigt. Werden Beschäftigte bei Arbeitsunfällen verletzt oder sterben, muss ebenfalls der Staat zahlen. Sollten durch Gesetzesänderungen (etwa im Arbeitsrecht) zusätzliche Betriebskosten entstehen, muss die Regierung Fraport entschädigen."
(FRAPORT KASSIERT – GRIECHISCHER STAAT ZAHLT UND HAFTET. Erlös aus Flughafen-Ausverkauf kommt allein Gläubigern Griechenlands zugute 15.3.16)
Europa besorgt über Rechtsruck in Deutschland
Nachdem die national-konservative AfD mit zweistelligen Ergebnissen in drei deutsche Landesparlamente eingezogen ist, diskutiert die Presse die Folgen für Europa. Einige Kommentatoren fürchten um den Zusammenhalt auf dem Kontinent, sollte Deutschland weiter nach rechts rücken. Andere kritisieren Merkel dafür, dass sie ihre Flüchtlingspolitik als alternativlos darstellt.
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Triumph der AfD besiegelt das Ende Europas
Deutschland war in den vergangenen Jahren gegen den Aufstieg der extremen Rechten immun, doch das ist jetzt vorbei, bedauert die linksliberale Tageszeitung Novi list:
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EU hätte Berlin nicht im Stich lassen dürfen
Konsequenzen, nicht nur für Merkel, sondern für die gesamte EU, sieht auch die Journalistin Ileana Giurchescu auf dem Blog des Radiosenders Europa Libera fest:
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Kanzlerin zu Unrecht abgestraft
Es ist nicht fair, dass Angela Merkel bei den drei Landtagswahlen für ihren Flüchtlingskurs abgestraft wurde, findet die liberale Tageszeitung Dennik N:
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Merkels Kurs nicht mehr alternativlos
Die Kanzlerin muss ihren besorgten Bürgern Lösungen für die Flüchtlingskrise bieten, dabei hat sie gar nicht die Macht dazu, meint die wirtschaftsliberale Tageszeitung Hospodářské noviny:
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Sonntag, 13. März 2016
Landtagswahlergebnisse in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt
Protestwähler verhelfen der AfD zu zweistelligen Ergebnissen in allen drei Ländern. In Sachsen-Anhalt, dem einzigen neuen Bundesland in dieser Dreiergruppe, erhielt die AfD etwa doppelt so viele Stimmen wie in den beiden anderen Ländern.
Die Amtsinhaber und ihre Parteien behalten bzw, gewinnen die relative Mehrheit, dagegen wird der jeweilige Juniorpartner abgestraft. Es ist ein undankbares Geschäft, zweitstärkste Regierungspartei zu sein, in den Ländern wie im Bund.
Wenn die Wahlen eine Abstimmung über die Flüchtlingspolitik gewesen wäre, wäre es ein überwältigendes Ergebnis für die gegenwärtige Flüchtlingspolitik. Sie waren aber nur für die AfD eine solche Abstimmung.
Doch es gab offenkundig eine gewisse Verunsicherung, die die Wähler zur Stützung des klarsten Garanten der gegenwärtigen Flüchtlingspolitik, zur Partei des Amtsinhabers getrieben hat.
Die Amtsinhaber und ihre Parteien behalten bzw, gewinnen die relative Mehrheit, dagegen wird der jeweilige Juniorpartner abgestraft. Es ist ein undankbares Geschäft, zweitstärkste Regierungspartei zu sein, in den Ländern wie im Bund.
Wenn die Wahlen eine Abstimmung über die Flüchtlingspolitik gewesen wäre, wäre es ein überwältigendes Ergebnis für die gegenwärtige Flüchtlingspolitik. Sie waren aber nur für die AfD eine solche Abstimmung.
Doch es gab offenkundig eine gewisse Verunsicherung, die die Wähler zur Stützung des klarsten Garanten der gegenwärtigen Flüchtlingspolitik, zur Partei des Amtsinhabers getrieben hat.
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