"Gerichtsdokumente zeigen, dass Meta raubkopierte Bücher und Artikel zum Training seiner KI-Systeme nutzt – andere Firmen wohl auch. Europa sollte das als mächtigen Hebel im Ringen mit den USA einsetzen." 30.03.2025 SPON 30.3.25
"Diese Woche nun hat das US-Magazin »The Atlantic« eine Suchmaschine verfügbar gemacht , mit der man eine weitere Datenbank für urheberrechtlich geschütztes Material durchsuchen kann. »Libgen« enthält vor allem wissenschaftliche Fachartikel und Bücher. Diese Datenbank wird in verschiedenen Versionen auf unterschiedlichen Rechnern vorgehalten, die laut dem US-Autorenverband Authors Guild »aus Russland oder der Ukraine heraus operieren« und sich deshalb dem Zugriff der US-Justiz entziehen.
Hat Mark Zuckerberg persönlich zugestimmt?
Aus Gerichtsdokumenten , die kürzlich veröffentlicht wurden, geht hervor, dass die KI-Abteilung von Meta Libgen zum Training seines Sprachmodells Llama benutzt hat. Die Frage, ob man sich das erlauben soll, sei zuvor bis hin zu »MZ«, also mutmaßlich Mark Zuckerberg persönlich »eskaliert« worden, wie das im US-Firmensprech heißt. In der nun öffentlichen Meta-internen E-Mail , in der die frohe Botschaft verkündet wird, teilt ein Meta-Mitarbeiter noch etwas Interessantes mit: Man wisse »vom Hörensagen«, dass auch OpenAI und Mistral, ein französischer KI-Konkurrent, Libgen für Trainingsdaten nutzten. [...]